Färben in den Mai

Gerüchteweise sollen Menschen sich am 30.4. eines jeden Jahres zusammen finden und gemeinsam in den Mai tanzen. Tja, also ich habe mich dieses Jahr mit einer lieben Freundin getroffen und den herrlich-sonnigen Frühlingstag genutzt und ein wenig gefärbt.

Blick auf die vollgepackte Rückbank meines Autos, da die Hunde ja im Kofferraum weilen.

Überwiegend sind Garne in den Färbetopf ( und auf diverse Backbleche) gewandert, aber auch ein paar Fasern haben wir gefärbt.

 

Die etwas eigenwillige Konstruktion für ein „dip-dye“, also eine Färbung nur eines Teils des Garne durch eintauchen.

So sah das Garn dann aus. Und so nach dem Wickeln:

 

dazu haben wir uns mit dem „Specklen“ versucht. Also durch das gezielte Auftragen von Farbpulver sollte es nur punktuell gefärbt werden. Wir haben aber wohl etwas viel von dem Pulver benutzt.

der kleine Sohn meiner Freundin war begeistert mit bei der Sache und hat einen Strang Sockenwolle für sich „bunt“ gemacht und wollte dann unbedingt für seinen Großvater auch noch Sockenwolle färben.
( 1x auf dem Blech und 1x in einem kleinen Topf mit ganz wenig Wasser)

Ein paar Fasern sind auch in den Topf gewandert, ich wollte mal wieder „rot“ versuchen. Da mir der rechte Strang nach der ersten Färbung noch zu viel weiß hatte ist er dann erst in blau und dann in schwarz noch mal in den Topf gefallen. Der rote war leider total verfilzt und ist daher an eine Freundin gegangen, die die Fasern nun einkardieren will.

Zwischenzeitlich sahen die Wäscheständer schon reichlich voll aus.

Da ich jedoch nicht alles geschafft hatte, wollte ich zu Hause dann noch weiter färben und nutzte die Nacht um nach und nach noch die Fasern für die TdF Verlosung im Team Chantimanou zu färben und die Garne, die ich eigentlich für den Winterfolk von Joji Locatelli in einem ganz hellen blau färben wollte. Tja..

1. Woche Tour de Fleece 2017

Letzte Woche, pünktlich zum Sommerfest der Chantimanou Handspinnerey am 1.7. hat die TdF ihren Anfang genommen. Da ich leider nur 2 Stunden da bleiben konnte habe ich wenigstens gemeinsam mit den anderen Besuchern angesponnen. Da ich dieses Jahr so gar keine Zeit habe, habe ich mir lediglich das CombospinProjekt (Erklärung hier, 1. Post)vorgenommen, dass mir seit Jahresanfang im Kopf rumspukt. Dazu habe ich meine ganzen Blauen Kammzüge zusammen gesucht und diese schon mal vorbereitet. Also jeden Kammzug erst der Länge nach geviertelt und jedes Viertel dann mehrfach geteilt. Das alles habe ich dann in kleine Knäuelchen gewickelt und mehr oder weniger Willkürlich in mehrere Tüten aufgeteilt. Meine Küchenwaage meint, ich hätte so 8 x100g Tüten und 1x 76g in der letzten Tüte vereint. Diese spinne ich nun hinter einander weg und hoffe auf ein einigermaßen gleichmäßiges Garn. Die Herrausforderungen für mich heißen also: Kurzer Auszug und etwas dicker Spinnen. Und das mit ganz unterschiedlichen Faserkombinationen.

Da wäre zum einen 2 Kammzüge von FrlRiechFein „Blaue Stunde“ BFL+ Tencel und „When I’m down and feeling blue“ aus Merino + Leinen+Tussahseide

Regenbogenwolle

„Floating Ocean“ Argentisches Merino

„Himmelsschmied“ 60%Wolle,20% Ramie 20%Viskose

„Cold Winter’s night“ 60%Rambouillet 20%Tussahseide, 20% Tencel

Sidi Spinnt 

„Winterlandschaft“ 50 % Polwarth und 50% Bambus

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Und dann noch meine beiden Januar Kammzüge von Chanti’s Fiberclub (gut abgelagerte 3 Jahre alt)

auch diese sind 50 % Bambus aber dann 50% BFL

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und zuletzt noch meine beiden eigenen Färbungen aus 70% Merino und 30 % Soja, das sind jeweils ungefähr 33 g gewesen

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Hier noch einmal alle Kammzüge zusammen ( die Locken haben es dann nicht in den Combispin geschafft und warten hier noch auf Verwendung)

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Und so sah der Tisch aus, nachdem alle Kammzüge zerpflückt waren

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Danach habe ich wie gesagt alles in Tüten abgewogen und bis zum 1.7. weg gepackt

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und so sieht es nun also nach den ersten 6 Etappen aus, wobei ich bei der 5. Etappe nicht mitgeradelt bin und heute auch noch nichts passiert ist.  Etappen 1-6 #Combospin #blauephase

die OsterdingsieSocken – Wahlsonntagssocken

Fertig sind sie nun schon eine Weile, aber bis hierher haben sie es noch nicht geschafft: Meine Toe Up -ringelsocken aus dem Ostereierset von Frl RiechFein. Tatsähclich habe ich davon noch so viel Garn übrig, dass ich daraus locker noch ein paar Socken ( mit anderen Garnen kombiniert) stricken kann. Nun sind aber erstmal diese beiden fertig. Damit habe ich dann nur noch ein Paar Socken für den Winter zu stricken. Und 2 Jacken und überhaupt. Aber diese hier sind nun als Finished Object raus aus der ToDo Liste.

Die Spitze habe ich nach diesem Anleitungsvideo von eliZZZa von nadelspiel.com angeschlagen, die Ferse nnach der Anleitung aus den Fine and Dandy Socks (Ravelry-Link) gestrickt.

Begonnen 13.05.17

Beendet 27.06.17 Fersen uns Socke 2 gefühlt 5x gestrickt.

FO – die Mona-Socken

Kaum zu glauben, aber wahr diese Socken sind endlich fertig. Wenn ich ehrlich bin, hab ich die 2. Socke ungefähr 5 x gestrickt, da ich immer wieder ribbeln musste. Mustersocken sollte man echt nicht auf die lange Bank schicken und sehr genaue Notizen machen.

Wie auch immer hier sind die Socken nun.Achso, ja die 2. Socke ist oben echt etwas kürzer, aber jetzt stört mich das auch nicht mehr und im Winter werde ich froh sein, ein paar schöne Wollsocken tragen zu können. Über die Fehler schaue ich jetzt einfach hinweg.

Gestrickt habe ich mit 2.00 mm Bambus Nadelspiel un.. dem Lang yarns Jawoll superwash Garn. Angefangen habe ich die Socken am  08.03. und fertig geworden bin ich am Sonntag 17.06.  Ich stricke echt zu wenig und zu langsam.

Das Muster ist Seudagan von MonaLykaina auf Ravelry. Angefangen hatte ich im Rahmen des #8feetkal aber ich konnte die Deadline echt nicht einhalten. Egal, fertig sind die Socken trotzdem und das Garn werde ich bestimmt noch einmal verwenden, es ist wirklich sehr weich. Außerdem ist innen in dem Knäel eine kleine Spule Garn enthalten, mit dem man die Ferse verstärken kann, was ich sehr genial finde.

Wie aus Ostereiern dann Socken werden -WIP

wie ich bereits schrieb hatte ich mir bei Frl RiechFein diese „Ostereier“ bestellt, also 2×3 etwa 20 g schwere Garne, die in Eiform gewickelt waren.

Da am 14.05. Landtagswahlen in NRW waren, war ich auch als Wahlhelferin eingeteilt und hatte dazu die beiden Spitzen der Socken vorbereitet. Denn mal ehrlich, wenn man den ganzen Tag auf Wähler/innen wartet entstehen auch ziemliche Leerzeiten. Und die wollte ich nicht ungenutzt lassen. Die unifarbenen türkisen Garne sollten also Spitze und Ferse werden und die anderen Garne wollte ich geringelt stricken. Und so ist die erste Socke am Wahltag ungefähr bis zur Hälfte des Fußes gewachsen. die 2. Socke habe ich neulich dann unterwegs ein wenig weiter gestrickt.

Inzwischen sind beide Socken ein gutes Stück gewachsen und ich liebe diese Ringel, obwohl ich eigentlich überhaupt keine Ringelsocken mag. Verstehe das, wer will *gg*

 

Edit: Inzwischen sind beide Socken bis zur Ferse gewachsen. ich muss mich nun um die Ferse kümmern, also darum, welche ich eigentlich stricken möchte und hoffe dann, dass die Socken noch passen.

 

 

Kennt ihr Frl.Riechfein?

Wer zu den regelmäßig stattfindenden Spinntreffen bei Chantimanou kommt, der wird Antje aka Frl.Riechfein kennen. Ihr findet Sie auch auf Ravelry (login erforderlich).  Sie kam eines Tages zum Spinntreffen und brachte ihre „ersten Gehversuche“ in Sachen Faserfärbungen mit. Und sie traf direkt ins schwarze. Also Bunte. Seither liebe ich fast alle ihre Färbungen und lange, lange haben wir alle ihr immer wieder bestätigt, dass sie unbedingt „was aus ihren Färbungen machen“ sollte. Denn, mal ehrlich, wer ein Talent zum Färben hat, der sollte es auch nutzen. Und Antje färbt mehr, als eine Frau in ihrem Leben verarbeiten kann.

So haben schon einige Schätze im Laufe der Zeit ihren Weg zu ihr gefunden. Einer der ersten Kammzüge war dieser hier.

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„Sommerdüfte“ ist eine schöne pink -Färbung aus 70 % blue faced leicester Schafswolle und 30 % Nylon , die eigentlich viel zu schön ist, um schon so lange in meinen Kisten zu ruhen.

Nicht zu übersehen ist hier wohl mein Faible für blau *hüstel* Diese Kammzüge sind inzwischen einem Projekt zugeordnet, dass ich bald angehen will. Dazu an anderer Stelle mehr.

„When I’m down and feeling blue“ aus Merino, Seide und Tussahseide

„Blaue Stunde“ BFL und Tencel

Zwischenzeitlich hat Frl.Riechfein auch ihre Liebe für Spindle Cakes entdeckt und auch davon hatte ich zwei Sets. Diese sind sogar schon zum Garnen versponnen. Eines war sogar ein Hochzeitsgeschenk für mich und hatte daher die Ehre, das erste gesponnene Garn auf meiner „Vicky“, dem Louet Victoria  zu werden, die ich von meinem Mann zur Hochzeit geschenkt bekam. Ja unsere Hochzeit war sehr nerdy, aber egal, wir lieben es so.

Back to Topic.

Inzwischen färbt und kardiert Frl.Riechfein Fasern und färbt auch Garne und Sockblanks. Und, das allerwichtigste: Sie hat uns inzwischen alle erhört und endlich einen kleinen Online-Shop eröffnet! Schaut vorbei in FrlRiechfeins Fasermanufaktur und stöbert.

Das hier habe ich mir übrigens noch auf der Rückfahrt vom Flughafen Frankfurt aus Edinburgh gegönnt. Sie hat es mir freundlicherweise zum letzten Spinntreff mitgebracht.

Übrigens, noch bis Sonntag könnt ihr auf ihrem Instagram Account auch etwas gewinnen.

Ich schreibe diesen Post übrigens nur, weil ich ihre Färbungen wirklich mag, ich erhalte keinerlei Gegenwert (muss man heute ja alles ausdrücklich sagen).

Recoleta 1

Als ich Anfang Februar von der Grippe überrannt wurde bescherte es mir 2 Wochen im Bett. Ich war zu krank zum Arbeiten, schlapp aber ich konnte nicht schlafen, also wollte ich stricken. Mit Hilfe einer lieben Freundin hatte ich wenige Tage zuvor endlich die ganzen Umrechnungen für mein neues Projekt abgeschlossen und da ich ohnehin auf das Garn für den WestEnd warten musste begann ich die Recoleta aus wunderbar weichem und von Sidi gefärbten Merino Twist dk, welches ich mir bereits vergangenen Sommer gegönnt hatte.

Nachdem ich mit meiner Maschenprobe einfach nicht die in der Anleitung geforderte Maschenzahl erreichen konnte ohne dabei ein für mich viel zu lockeres Strickbild zu bekommen, beschloss ich eben die Maschenzahlen umzurechnen.

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Da die Jacke nicht glatt rechts gestrickt wird, sondern vorne einen Kragen in einem Lacemuster mit bestimmer Maschenzahl hat und gleichzeitig ein Raglan von oben gestrickt wird, bei dem sich das Lacemuster in den Zunahmen erweitert erfordert es einige Rechnerei.

 

Und nun also auch der Grund, warum ich nicht gern mehr als ein Strickprojekt zur Zeit habe.  Ich notierte mir also die Reihenzahlen, die ich stricken müsste um die Jacke bis zum abtrennen der Ärmel brauchen würde. Daneben notierte ich die Reihenzahlen für die Muster im Rücken und dem Kragen. Nur leider versäumte ich es mir dann auch dazu zu notieren, welche Zahl wofür stand.

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Als ich nun nach 4 Wochen wieder auf den Recoleta zurück kam habe ich diese dann prompt verwechselt. Jawohl, und das obwohl die Reihen für den Rücken fortlaufend von 1-68 nummeriert sind, da auch die Zunahmemaschen mit in der Strickschrift aufgeführt sind. Nur die Zunahmen passen bei mir aufgrund meiner Abweichenden Maschenzahlen nicht und ich hatte vergessen, dass der Mustersatz, bestehend aus 22 Maschen sich natürlich links und rechts von der Mitte entsprechend fortsetzen wird. Dabei muss ich dann rechts der Mitte die Maschen anders aufbauen als links, ist ja klar.. Eigentlich.

Wie auch immer, ich habe mich so vertan, dass ich beim Weiterstricken 4 Reihen übersprungen habe. Und wie das so als Strickerin üblich, ahnte ich zwar bereits zu beginn, dass irgendetwas nicht passen konnte kam aber erst nach 14 Reihen drauf. 14 Reihen mit Mustern, Zunahmen und immer wieder Unterbrechungen.

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So weit war ich Freitag Abend. Es brauchte den Samstag und den Sonntag um meinen Fehler zu erkennen.

 

So durte ich gestern alle Reihen, die ich nach der Wiederaufnahme strickte mühsam zurück stricken. Da das Muster einige Umschläge und Zusammenstricken von Maschen erfordert und ich leider keine Sicherheit vorgenommen hatte ( Ihr wisst schon, die berühmt-berüchtigte Lifeline… ) war mir das ribbeln allemal zu gefährlich.  Jetzt stehe ich vor der Entscheidung wenigstens jetzt die Jacke direkt weiter zu stricken und dabei bei den Socken ein ähnliches Maleur zu riskieren oder aber die Recoleta nochmal zurück zu stellen und die Socken vorher zu beenden. Beides irgendwie nicht befriedigend. Ich bin jedenfalls so oder so fest wenigstens hier mal zur Sicherheit eine Lifeline einzuziehen.

Heute Abend werde ich also wohl erst einmal weiter Socken stricken, da habe ich am Ende des Abends wenigstens ein bisschen das Gefühl voran zu kommen.