FO – die Mona-Socken

Kaum zu glauben, aber wahr diese Socken sind endlich fertig. Wenn ich ehrlich bin, hab ich die 2. Socke ungefähr 5 x gestrickt, da ich immer wieder ribbeln musste. Mustersocken sollte man echt nicht auf die lange Bank schicken und sehr genaue Notizen machen.

Wie auch immer hier sind die Socken nun.Achso, ja die 2. Socke ist oben echt etwas kürzer, aber jetzt stört mich das auch nicht mehr und im Winter werde ich froh sein, ein paar schöne Wollsocken tragen zu können. Über die Fehler schaue ich jetzt einfach hinweg.

Gestrickt habe ich mit 2.00 mm Bambus Nadelspiel un.. dem Lang yarns Jawoll superwash Garn. Angefangen habe ich die Socken am  08.03. und fertig geworden bin ich am Sonntag 17.06.  Ich stricke echt zu wenig und zu langsam.

Das Muster ist Seudagan von MonaLykaina auf Ravelry. Angefangen hatte ich im Rahmen des #8feetkal aber ich konnte die Deadline echt nicht einhalten. Egal, fertig sind die Socken trotzdem und das Garn werde ich bestimmt noch einmal verwenden, es ist wirklich sehr weich. Außerdem ist innen in dem Knäel eine kleine Spule Garn enthalten, mit dem man die Ferse verstärken kann, was ich sehr genial finde.

Wie aus Ostereiern dann Socken werden -WIP

wie ich bereits schrieb hatte ich mir bei Frl RiechFein diese „Ostereier“ bestellt, also 2×3 etwa 20 g schwere Garne, die in Eiform gewickelt waren.

Da am 14.05. Landtagswahlen in NRW waren, war ich auch als Wahlhelferin eingeteilt und hatte dazu die beiden Spitzen der Socken vorbereitet. Denn mal ehrlich, wenn man den ganzen Tag auf Wähler/innen wartet entstehen auch ziemliche Leerzeiten. Und die wollte ich nicht ungenutzt lassen. Die unifarbenen türkisen Garne sollten also Spitze und Ferse werden und die anderen Garne wollte ich geringelt stricken. Und so ist die erste Socke am Wahltag ungefähr bis zur Hälfte des Fußes gewachsen. die 2. Socke habe ich neulich dann unterwegs ein wenig weiter gestrickt.

Inzwischen sind beide Socken ein gutes Stück gewachsen und ich liebe diese Ringel, obwohl ich eigentlich überhaupt keine Ringelsocken mag. Verstehe das, wer will *gg*

 

Edit: Inzwischen sind beide Socken bis zur Ferse gewachsen. ich muss mich nun um die Ferse kümmern, also darum, welche ich eigentlich stricken möchte und hoffe dann, dass die Socken noch passen.

 

 

Kennt ihr Frl.Riechfein?

Wer zu den regelmäßig stattfindenden Spinntreffen bei Chantimanou kommt, der wird Antje aka Frl.Riechfein kennen. Ihr findet Sie auch auf Ravelry (login erforderlich).  Sie kam eines Tages zum Spinntreffen und brachte ihre „ersten Gehversuche“ in Sachen Faserfärbungen mit. Und sie traf direkt ins schwarze. Also Bunte. Seither liebe ich fast alle ihre Färbungen und lange, lange haben wir alle ihr immer wieder bestätigt, dass sie unbedingt „was aus ihren Färbungen machen“ sollte. Denn, mal ehrlich, wer ein Talent zum Färben hat, der sollte es auch nutzen. Und Antje färbt mehr, als eine Frau in ihrem Leben verarbeiten kann.

So haben schon einige Schätze im Laufe der Zeit ihren Weg zu ihr gefunden. Einer der ersten Kammzüge war dieser hier.

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„Sommerdüfte“ ist eine schöne pink -Färbung aus 70 % blue faced leicester Schafswolle und 30 % Nylon , die eigentlich viel zu schön ist, um schon so lange in meinen Kisten zu ruhen.

Nicht zu übersehen ist hier wohl mein Faible für blau *hüstel* Diese Kammzüge sind inzwischen einem Projekt zugeordnet, dass ich bald angehen will. Dazu an anderer Stelle mehr.

„When I’m down and feeling blue“ aus Merino, Seide und Tussahseide

„Blaue Stunde“ BFL und Tencel

Zwischenzeitlich hat Frl.Riechfein auch ihre Liebe für Spindle Cakes entdeckt und auch davon hatte ich zwei Sets. Diese sind sogar schon zum Garnen versponnen. Eines war sogar ein Hochzeitsgeschenk für mich und hatte daher die Ehre, das erste gesponnene Garn auf meiner „Vicky“, dem Louet Victoria  zu werden, die ich von meinem Mann zur Hochzeit geschenkt bekam. Ja unsere Hochzeit war sehr nerdy, aber egal, wir lieben es so.

Back to Topic.

Inzwischen färbt und kardiert Frl.Riechfein Fasern und färbt auch Garne und Sockblanks. Und, das allerwichtigste: Sie hat uns inzwischen alle erhört und endlich einen kleinen Online-Shop eröffnet! Schaut vorbei in FrlRiechfeins Fasermanufaktur und stöbert.

Das hier habe ich mir übrigens noch auf der Rückfahrt vom Flughafen Frankfurt aus Edinburgh gegönnt. Sie hat es mir freundlicherweise zum letzten Spinntreff mitgebracht.

Übrigens, noch bis Sonntag könnt ihr auf ihrem Instagram Account auch etwas gewinnen.

Ich schreibe diesen Post übrigens nur, weil ich ihre Färbungen wirklich mag, ich erhalte keinerlei Gegenwert (muss man heute ja alles ausdrücklich sagen).

Recoleta 1

Als ich Anfang Februar von der Grippe überrannt wurde bescherte es mir 2 Wochen im Bett. Ich war zu krank zum Arbeiten, schlapp aber ich konnte nicht schlafen, also wollte ich stricken. Mit Hilfe einer lieben Freundin hatte ich wenige Tage zuvor endlich die ganzen Umrechnungen für mein neues Projekt abgeschlossen und da ich ohnehin auf das Garn für den WestEnd warten musste begann ich die Recoleta aus wunderbar weichem und von Sidi gefärbten Merino Twist dk, welches ich mir bereits vergangenen Sommer gegönnt hatte.

Nachdem ich mit meiner Maschenprobe einfach nicht die in der Anleitung geforderte Maschenzahl erreichen konnte ohne dabei ein für mich viel zu lockeres Strickbild zu bekommen, beschloss ich eben die Maschenzahlen umzurechnen.

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Da die Jacke nicht glatt rechts gestrickt wird, sondern vorne einen Kragen in einem Lacemuster mit bestimmer Maschenzahl hat und gleichzeitig ein Raglan von oben gestrickt wird, bei dem sich das Lacemuster in den Zunahmen erweitert erfordert es einige Rechnerei.

 

Und nun also auch der Grund, warum ich nicht gern mehr als ein Strickprojekt zur Zeit habe.  Ich notierte mir also die Reihenzahlen, die ich stricken müsste um die Jacke bis zum abtrennen der Ärmel brauchen würde. Daneben notierte ich die Reihenzahlen für die Muster im Rücken und dem Kragen. Nur leider versäumte ich es mir dann auch dazu zu notieren, welche Zahl wofür stand.

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Als ich nun nach 4 Wochen wieder auf den Recoleta zurück kam habe ich diese dann prompt verwechselt. Jawohl, und das obwohl die Reihen für den Rücken fortlaufend von 1-68 nummeriert sind, da auch die Zunahmemaschen mit in der Strickschrift aufgeführt sind. Nur die Zunahmen passen bei mir aufgrund meiner Abweichenden Maschenzahlen nicht und ich hatte vergessen, dass der Mustersatz, bestehend aus 22 Maschen sich natürlich links und rechts von der Mitte entsprechend fortsetzen wird. Dabei muss ich dann rechts der Mitte die Maschen anders aufbauen als links, ist ja klar.. Eigentlich.

Wie auch immer, ich habe mich so vertan, dass ich beim Weiterstricken 4 Reihen übersprungen habe. Und wie das so als Strickerin üblich, ahnte ich zwar bereits zu beginn, dass irgendetwas nicht passen konnte kam aber erst nach 14 Reihen drauf. 14 Reihen mit Mustern, Zunahmen und immer wieder Unterbrechungen.

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So weit war ich Freitag Abend. Es brauchte den Samstag und den Sonntag um meinen Fehler zu erkennen.

 

So durte ich gestern alle Reihen, die ich nach der Wiederaufnahme strickte mühsam zurück stricken. Da das Muster einige Umschläge und Zusammenstricken von Maschen erfordert und ich leider keine Sicherheit vorgenommen hatte ( Ihr wisst schon, die berühmt-berüchtigte Lifeline… ) war mir das ribbeln allemal zu gefährlich.  Jetzt stehe ich vor der Entscheidung wenigstens jetzt die Jacke direkt weiter zu stricken und dabei bei den Socken ein ähnliches Maleur zu riskieren oder aber die Recoleta nochmal zurück zu stellen und die Socken vorher zu beenden. Beides irgendwie nicht befriedigend. Ich bin jedenfalls so oder so fest wenigstens hier mal zur Sicherheit eine Lifeline einzuziehen.

Heute Abend werde ich also wohl erst einmal weiter Socken stricken, da habe ich am Ende des Abends wenigstens ein bisschen das Gefühl voran zu kommen.

Edin Yarn Fest 2017 und Pläne

Das Edinburgh Yarn Festival reizte mich schon länger. Als ich letztes Jahr, so um meinen Geburtstag rum mal in die Runde fragte wer denn Interesse hätte mit zu fliegen sah es erst gar nicht so gut aus. Letzten Endes hat mich eine liebe Freundin begleitet, die auch gleich die ganze Organisation übernahm, da ich ja doch mit der Hochzeit eingespannt war. Am vergangenen Freitag ging es dann um 8.08 h mit der S-Bahn los bis zum ICE Bahnhof. Von dort aus fuhr uns der Zug zum Flughafen Frankfurt, wo wir dann pünktlich den Flieger bestiegen. Bis dahin lief alles wie am Schnürchen, besser hätten die Verbindungen gar nicht sein können.

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Dann saßen wir im Flieger und dieser stand eine knappe Stunde im Stau an der Startbahn, weil da einfach so wahnsinnig viel los war. Wir flogen dann aber doch irgendwann bei strahlendem Sonnenschein los. Der Flug war angenehm ereignislos. Währen der Bahnfahrt und dem Flug habe ich noch schnell die Fadenenden meines Westend vernäht, der musste nämlich mit, denn ich wollte wenn es ein gutes Licht gäbe unbedingt Tragefotos machen.

Am Flughafen angekommen fanden wir ein wolkenverhangenes aber eben nicht verregnetes Edinburgh vor. Yay! Großartig und auch das ganze Wochenene über hielt sich das Wetter und ab und an grüßte die Sonne.

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Wir fuhren mit dem Bus vom Flughafen zum Hotel und dieser fuhr auch direkt am Veranstaltungsort „the Corn Exchange“ vorbei. Und meine Güte, da war was los! Es standen zig Leute in der Schlange um hineinzukommen und wir entschieden spontan (auch wegen der Flugzeugverspätung) uns den Freitag zu schenken und fuhren erst einmal ins Hotel. Dort angekommen wurden wir super freundlich begrüßt und dann haben wir unser Zimmer erobert.

Dort verschnauften wir erst einmal ein Stündchen und ich strickte ein wenig an meinen Gyvate Socken. Danach beschlossen wir uns die Umgebung des Hotels anzuschauen und die Busstation für den kommenden Tag zu suchen. Da wir einen Kurs gebucht hatten durften wir nämlich schon ab 9h in die heiligen Hallen vortreten.

Also machten wir uns auf in Richtung Innenstadt und erstanden ein paar Dinge. Ich habe mir tatsächlich einen Rock gekauft und für den Mann Miniflaschen Whisky organisiert. Dann aßen wir eine Minipizza und beschlossen den Tag mit ein bisschen stricken und quatschen auf dem Zimmer. Wir waren beide ziemlich erschlagen und daher gegen 10h schon im Bett.

Am nächsten Morgen begannen wir mit einem Frühstück und machten uns gegen halb 9 h auf in Richtung Corn Exchange, das wie gesagt direkt neben der Haltestelle unseres Busses war. Zu unserem Glück tröpfelte es nur ganz leicht und wir wurden sehr pünktlich eingelassen. Unsere Bändchen erhielten wir sogar noch vor dem Einlass, was die ganze Sache erfreulich vereinfachte! Da man vom Eingang aus linker Hand zu der Verkaufshalle kam, die Blacker Yarn Podcast Lounge aber rechts vom Eingang war  und wir beide hauptsächlich dort einkaufen wollten hatten wir den Stand mehr oder weniger für uns allein. Große Kaufrauschparty also bei Blacker Yarn! Ich war mir sicher keine 100 Knäuel für Miniprojekte ( Socken oder Tücher oder so) kaufen zu wollen und da mein Budget extra limitiert war hatte ich am Abend zuvor beschlossen dort Garn für 2 Pullover zu erstehen. Zum einen Lyonesse in DK für ein Pulloverprojekt, bei dem das Pattern noch geschrieben wird, bei dem ich aber direkt wusste, dass ich es nachstricken will. Und einmal für den Wintersong, ebenfalls von Mona, den ich in dem Originalgarn nachstricken wollte, bei dem mir aber das Porto immer zu teuer war.

Allerdings hatte Blacker Yarn das Blacker Breed Shetland gar nicht dabei. Sieh haben mir jedoch angeboten, das Garn kostenlos nach Deutschland zu versenden und so konnte ich zuschlagen. Blöd nur, dass so mein Budget nach 5 Minuten schon verbraucht war! Das hatte ich wohl nicht richtig kalkuliert. Außerdem nahm ich noch 2 Knäuel Classic in dk mit für den Kurs am Nachmittag. Nein, Quatsch eigentlich ist es völlig okay so und ein paar Kleinigkeiten habe ich ja doch noch erstanden.

Nachdem wir unsere Garne erstanden hatten sind wir dann rüber gewandert in den Hauptverkaufsraum mit all seinen Ständen. OMG, war das viel! Und es war so voll, also Morgens schon, die eine Stunde bis zur offiziellen Eröffnung war so schnell vergangen und die verrückten Woll-Nerds rauschten in Scharen heran. Wir haben glaube ich nicht einmal die Hälfte aller Stände gesehen! Verdandi hat dann noch bei Jamiesons of Shetland ihre Fair Isle Jacken-Tüte mitgenommen. Leider waren deren Farbkarten schon ausverkauft, aber da ist ja bestimmt dran zu kommen. Es ist der helle Wahnsinn wie viele Farben die Färben! Zum Glück reizt mich das Shetlandgarn jetzt so gar nicht, auch wenn ich mir kurz vor Beginn des Kurses noch schnell 4 Knäuel erstanden habe um die Mütze aus der kostenlosen Anleitung zu stricken. Allerdings soll die eher als Übungsteil für die two handed colorwork herhalten. Das war nämlich der Kurs den wir gebucht haben. Aber dazu später mehr.

Einen Maschenprobenrahmen in 5 cm zB. den hatte meine Freundin mir auf der Hinfahrt nämlich noch gezeigt und ich finde die 5 cm leichter auszuzählen als 10 cm, also zum Beispiel bei Socken oder sehr engen Maschenproben. Ich mag Gimmicks einfach, und dieser ist in Deutschland deutlich teurer zu bestellen. Dann habe ich mir noch HiyaHiya in 2,25mm und 2,5 mm Nadelstärke mitgenommen und eine von den Snipping Kittys in blau für meine Strickbeutel. Diese Minischeren finde ich so praktisch, dass ich gerne an jedem Strickbeutel eine fest anbringen will. (Also nach und nach. Und ich habe auch „nur “ 5 Beutel.

 

Ach naja den Eyf Beutel für 8 Pfund musste ich mir natürlich auch gönnen, bin aber am überlegen die Nähte zu trennen und den Beutel zu füttern.

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Gegen 11.30h waren wir so durch, dass wir beschlossen uns 2 Stühle im Hauptraum zu erobern und etwas zu stricken. Sitzen, stricken und den Trubel auf sich wirken lassen. Und das taten wir dann auch, wobei wir immer wieder wechselnde Nachbarn am Tisch hatten, die kamen aßen, ein paar Worte wechselten und so weiter. als die Massen sich etwas beruhigt hatten hab ich uns ein paar Sandwiches und Coke besorgt und ich hatte zum Nachtisch einen der besten Brownies, die ich je gegessen habe, was sicher mancher für übertrieben hält, aber zu dem Zeitpunkt war das bisschen süß einfach der Wahnsinn. Gegen 14h sollte dann also unser Kurs über zweihändiges Stricken beginnen. Dieses Kurz hielt Karie Westermann und es war toll! Nicht nur, dass ich, entgegen all meiner Befürchtungen, sogar fast alles verstehen konnte, dass sie uns zeigte, sondern ich habe auch einigermaßen hinbekommen, was sie da lehrte. Die Anleitung für die Handstulpen , die sie uns mitgab werden hier zum Einsatz kommen, denn ich hatte mir ja extra 2 Knäuel Garn von dem Blacker Yarn Classic DK mitgenommen, da will ich die auch bitteschön verarbeiten! Außerdem kann ich dann nach 2 Stulpen und einer Mütze wohl hoffentlich sagen, dass ich das Prinzip verstanden habe und entscheiden, ob ich damit tatsächlich mal ein großes Projekt anstricken will.

Dann war es auch schon 17h, der Tag war gelaufen, die Stände zu uns so war das Edinburgh Yarn Festival für uns vorbei. Schön war`s, aber auch laut und ziemlich anstrengend. Sehr, sehr gerne würde ich nochmal hinfahren. Dazu muss ich aber erst mindestens 3 Kisten Stash abgebaut und definitiv mehr Budget angespart haben, damit ich dann mal richtig zuschlagen kann. Immerhin, mein Plan ging auf und mit 2 neuen Pullovern to be bin ich sehr gut gefahren und habe keine Stash-Leichen mit Heim gebracht, was auch mal nett ist.

Was ich mir allerdings dort nur angesehen habe und nicht mehr kaufen konnte war die Tukuwool in fingering für die Sammal von Joji Locatelli. Diese schöne Jacke werde ich mir im Herbst wohl stricken und da habe ich Glück, denn wenn das Berlin Knits Yarnfestival stattfindet, werde ich rüber fliegen. Yarn over Berlin vertreiben das Garn nämlich auch und mit Glück kann ich es dann eben dort kaufen. Damit hätte ich dann nämlich auch schon einem totalen Kaufrausch vorgebeugt, clever nicht?

Den Abend verbrachten wir auf dem Hotelzimmer und ich strickte ein wenig an der Seudagan Socke. 2 Sockenprojekte gleichzeitig mit Zopfmuster ist jetzt auch nicht grad optimal, aber die Seudagan hat wenigstens nur ein Muster über 2 x 10 Maschen in der Mitte, das geht gerade noch, wenn man schon sehr müde ist.

Später sind wir dann zum Essen nach unten ins Restaurant gegangen, für mich gab es einen sehr leckeren Beef Burger und anschließend probierten wir den Malt of the Month. Ich kann schließlich nicht nach Schottland reisen, ohne dort wenigstens einen Whisky zu trinken!  Gegen 22.30h sind wir dann aber doch im Bett verschwunden.

Das Yarnfestival war also vorbei? Nicht ganz, denn am Sonntag gab es noch ein gemütliches Brunch, wo viele kamen und sich setzen, schwatzten und strickten. Auch wir haben den Vormittag genossen und in Ruhe dort noch ein wenig gestrickt.

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Und ich habe geribbelt. Meinen ganzen hachaim hatovim , den ich letztes Jahr als Teststrick begonnen hatte, der  mich nach Schottland begleitete und den ich extra mit zum EYF genommen hatte weil glatt rechts in Runden wenig strick-Aufmerksamkeit erfordert konnte sich beim Brunch nicht länger verstellen. Bei den Zunahmen für die Bustdarts angekommen musste ich einsehen, dass das Maschenbild zu groß und das Teil insgesamt einfach viel, viel zu weit war. Also habe ich als letzte Amtshandlung während des Brunches noch alles geribbelt und mir hier zurück in Deutschland dann 1,5mm Nadeln gekauft.

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Danach sind wir gemütlich zum Ocean Terminal gefahren, wo meine Freundin versuchte noch Bilder zu machen von meinem Westend. Leider hielt sich der schöne Sonnenschein vom Morgen nur bis wir dann endlich am Wasser ankamen und so habe ich kein wirklich schönes Bild mehr bekommen. Aber das ist ja nicht ihre Schuld.

Das EYF war also ein voller Erfolg für uns. Wir kommen gerne wieder. Ich für meinen Teil muss dann aber mindestens doppelt so viel Geld einpacken und dort weniger Essen 😉 Das nächste Mal planen wir auch für den Rückflug definitiv einen Koffer ein, das mit dem Handgepäck war nämlich echt grenzwärtig und hat schlußendlich meine aktuelle Handtasche in die ewigen Jagdgründe befördert. Ich hatte sie zwischendrin mal geflickt, aber da ich die wirklich täglich schleppe hats den ausgebesserten Reißverschluss und einige Stoffteile gehimmelt. Ich hätte sicher das ein oder andere abtrennen und nochmals verwenden können. ABER damit ich mich auch wirklich dran gebe musste ich nun einen Schnitt machen. Hoffentlich schaffe ich es bald mir eine neue Handtasche zu nähen. Meine aktuelle Kauftasche ist nämlich zu klein und zu unpraktisch.

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nun zu meinen Strick-Plänen:

Wenn die Gyvate und die Seudagan Socken fertig sind habe ich noch die Recoleta, die soll noch vor dem Sommer fertig werden. Aber danach ist es Zeit mich den Sommertops zu widmen und da wird der hachaim hatovim als erstes wieder angeschlagen. Und dann wird Stash-Abbau in Sachen Baumwolle, Leinen und Seide betrieben. Apropos Seide, da habe ich auch noch einiges zu spinnen. Unter anderem Seide für den Airgead, wo ich das Leinen gekauft hatte aber die Seide selbst spinnen will. Die liegt auch schon seit letztem Sommer in ihrer Kiste und die Sonata könnte wirklich mal wieder arbeiten. Da die seide nur 2fach verzwirnt wird muss ich unbedingt mehrere Spulen bespinnen.

Außerdem hat die liebe Frl Riechfein sich endlich überwunden und ihren Shop eröffnet. Selbstverständlich musste ich dort noch Sockenwolle bestellen. Ich weiß echt nicht, wie das passieren konnte, aber plötzlich stricke ich (also ICH!!) Socken. Alles sehr, sehr merkwürdig. Also habe ich dort einen Sockblank, ein Osterset und ein Sockengarn bestellt. Alles auf dem Bahnhof Frankfurter Flughafen, sobald ich Internet hatte *gg*

Ehrlicherweise muss ich jedoch gestehen dass ich im Nachgang zum EYF gestern noch 8 Knäuel Malabrigo Rios bestellt habe, damit ich endlich den Flyaway Hoodie stricken kann.

Also habe ich nun mehr oder weniger 3 Großprojekte ( und natürlich das, was eh schon alles zu Hause liegt). Ich musste mir tatsächlich 2 neue Kisten zulegen, die ich nun schnellstens wieder leer bekommen muss, da die eigentlich dazu gedacht waren und sind Zeug im Keller zu lagern. Ich muss meine Verarbeitungsfrequenz erhöhen oder mal Zeug abgeben. Es ist der helle Wahnsinn, wie leichtsinnig man wird, wenn man einmal dieses bestellen für sich entdeckt hat! Hölle.

 

 

 

 

 

WestEnd – Teststrick

Als ich das erste mal bei Mona über den Westend las war mir schon klar, dass ich den auch mal stricken wollen würde. Anfang Februar startete dann der Teststrick für diesen Pullover und da ich eh grad krank zu Hause rum lag habe ich mich kurz entschlossen zum Testen gemeldet und das Originalgarn Blacker Yarn Lyonesse dk und 4-ply bestellt.

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Da ich zunächst das falsche Garn bekommen hatte, also einmal dk statt 4-ply in sapphire, konnte ich dann erst am 17.2. richtig starten. Danach wurde ich dann aber in (für mich) Rekordzeit fertig und habe gestern Abend die letzte Bündchenkante abgekettet und den Pullover dann auch gleich gebadet. Jetzt trocknet er vor sich hin und ich hoffe, dass ich ihm dann rechtzeitig vor dem Flug nach Edinburgh noch die Fäden vernähen kann. Ich hoffe nämlich auf halbwegs schönes Wetter da um noch ein paar schöne Tragefotos zu machen.

Das interessante an diesem Pullover ist die Konstruktion, da man mit den Lacestreifen beginnt, dann den Pullover daraus herausstrickt.

Wenn beide Streifen fertig und nach dem spannen getrocknet sind, werden alle Maschen für beide Ärmel und das Rückenteil aufgenommen und bis zur Achsel gestrickt.

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Erst danach wird mit dem Vorderteil und dem vorderen Halsausschnitt genauso verfahren.

 

Dann werden die Ärmel vernäht, ich habe dies mit dem MAschenstich getan, was mich einen Tag Arbeit und jede Menge Nerven gekostet hat, aber wirklich toll aussieht, da die Ärmel nun nahtlos erscheinen. Im Anschluss daran wird der untere Körper in Runden gestrickt und ein Schößchen angestrickt, bevor alle Bündchen mit dem Kontratsgarn gearbeitet werden.

und so konnte ich gestern schon den fertigen Pullover zum trocknen spannen und bin sehr stolz, dass  ich ein Projekt in so kurzer Zeit abgeschlossen habe.

 

Das Garn jedenfalls hat mir so gut gefallen, weil es sich durch das Leinen total griffig und kühl anfühlt und die Färbungen finde ich ganz besonders schön, so dass ich mir für den zweiten Pullover aus der Lyonesse auch direkt Wolle bestellt habe. Und war diese hier :

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Damit soll dann der hier gestrickt werden.

von Federn und Faultieren

Nun habe ich es auch geschafft die beiden Liv fertig zu nähen. Ich besitze nun also ein langärmeliges Federshirt und ein Sommershirt 😀

Tatsächlich gefällt mir die Liv sehr gut und ich würde mir gerne noch mehr Shirts nähen, in verschiedenen Farben, mit verschiedenen Ausschnitten. Die gehen ja relativ schnell ❤

die schwarzen Bündchen habe ich tatsächlich aus Bündchenstoff gemacht, das gefällt mir auch ein bisschen besser, als die Bündchen aus dem gleichen Jersey zu machen, allerdings ist das schwarz natürlcih recht auffällig. Bei anderen Mustern würde mir so ein breites Bündchen vielleicht manchmal eher nicht gefallen, aber zum glück kann ich das dann ja individualisieren.

Danach habe ich mich dann an mein Faultierkleid gemacht.  Ich hatte mir die „Ella“ von Pattydoo ausgesucht und wollte ebenfalls einen Rollkragen an dem Kleid haben. Da ich nun aber oft friere kam mir der dicke Sweatshirtstoff ganz gelegen. Und weil Kleider ohne Taschen einfach doof sind, sollten in dem Rockteil 3 Taschen eingearbeitet werden. 1 Tasche fürs Phone im Taillenbund und 2 Nahtverdeckte Taschen an den Seiten.

Nach dem Einnähen der Ärmel stellte ich leider fest, dass die viel zu eng sind. Also habe ich kurzentschlossen die Ärmel raus getrennt und aus dem grauen Jersey, der etwas dünner ist nochmal zu geschnitten und eingenäht.  Jetzt fehlen nur noch die Säume, aber so grundsätzlich ist mein Kleid jetzt fettisch. Und ich im Nähfieber. Ich würde so gern direkt weiter nähen, leider sind die nächsten Wochen total verplant. Und außerdem stehen jetzt erst mal Mäntel für die Hunde an.