in Sachen Gewandung

ich bin ja meistens ein Schisser. Vor allem dann, wenn mein angestrebter Perfektionismus auf meine (noch) nicht vorhandenen Kenntnisse trifft einerseits und die zu fertigenden Projekte nicht für mich sind andererseits. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass ich bei diesem Projekt seit Monaten das KatzeumdenheißenBreischleichenPrinzip anwende. Gestern hatte ich noch einen freien Tag und so habe ich endlich nach viel hin und her ein Schnittmuster erstellt und anhand des noch vorhandenen Nesselstoffs ausprobiert. Das heißt also ich habe auf kariertem Schnittmusterpapier die Maße eines vorhandenen Stückes abgezeichnet und das ganze dann auf den Stoff übertragen, ausgeschnitten und mit Heftstichen zusammengefügt. Ebenfalls habe ich danach dann noch die Kanten abgesteppt und so bin ich zu dem Schluß gekommen, dass das so wie ich das will eben noch nicht recht klappt. Also einen anderen Halsausschnitt gewählt und auf den Schnitt übertragen. Soweit also der Stand von gestern Abend.

Nun tun sich aber ganz andere, weil materielle, Problemchen auf. Die Frage so grundsätzlich ist ja, wie soll das Teil eigentlich farblich gestaltet sein, und als nächstes wo sollten wenn dann welche Borten (gestickt oder genäht) angebracht werden, und überhaupt wäre es nicht viiiiieel sinnvoller zunächst das Untergewand zu erstellen… Fragen über Fragen. Und so stehe ich hier, in 10 Tagen soll das Teil eigentlich fertig sein, aber vor Freitag käme ich nicht mehr in den Stoffladen und außerdem habe ich wenig Hoffnung dort entsprechende Qualitäten zu finden. Von daher werde/würde ich wohl doch noch mal eine Testbestellung machen wollen oder in der nächstgelegenen Großstadt noch einmal neu nach Stoffen stöbern. Weil wir haben zwar jetzt einiges gekauft aber so richtig glücklich bin ich damit noch net. ich sehe momentan schwarz, dies in zwei Wochen zu erreichen.

Joar ne. So viel also dazu. Die beiden Proberöcke für mich sind ja nun auch nicht perfekt geworden, was letztlich dazu geführt hat, dass ich beide noch nicht getragen habe. Bei dem schwarzen denke ich ncoh immer darüber nach, den noch mal am Bund aufzutrennen und „zu korrigieren“ … und den anderen muss ich eventuell nur mal waschen. Aber es drängt sich mir der Verdacht auf, dass ich doch nun wirklich mal einen vernünftigen Kurs machen möchte. Daher werde ich mir mal Kursgebühren zusammensparen und die dann entsprechend in Angriff nehmen. Unser Näh- und Stoffgeschäft bietet ein 10erKarten System an, was bedeutet, dass man eine bestimmte Stundenanzahl kauft, und dabei unterstützt wird, allerdings auch, dass man auf deren Maschinen arbeitet (weil sie die ja ganz gerne verkaufen wollen). Dafür hätte man eine freie Zeiteinteilung innerhalb eines bestimmten soundsoviel Monatsrahmens zur Verfügung, was ja auch eigentlich gut klingt.

Darauf werde ich noch rumdenken. Und am Freitag noch mal Stoff kaufen, bzw den Man dazu „überreden“ welchen zu bestellen bzw sich mit dem zu arrangieren, welchen wir hier haben … Joar ne . Luxusproblemchen, ich hätte ja auch erstmal mit Bettwäsche anfangen können 😉 In solchen Momenten stelle ich fest, dass ich doch gerne eine handarbeitende Oma gehabt hätte, die ich hätte fragen können. meine Mam macht zwar alles, aber irgendwie verstehen wir uns bei Handarbeiten immer nicht so besonders gut, weil ich meist mit dem Ergebnis nicht so zufrieden bin und sie das alles nicht so eng sieht. (dabei hat sie damit meist recht, aber ICH sehe diese „Fehler“)…

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