genug von der Näherei

oder auch: Endlich die Sache mit dem Spinnen.

Wie man sieht habe ich mir gestern meine Fernsehzeit genommen und nebenbei die Fotos ein wenig überarbeitet. Ich bin noch lange nicht zufrieden und werde mich mal näher mit der Bildbearbeitung und richtigem Fotografieren beschäftigen müssen. Aber die Digicam ist halt eine Snapshotcam, da ist nicht allzu gute Qualität zu erwarten. Und ich habe auch nicht wirklich den Platz um mir eine Fotoecke einzurichten.

Abgesehen davon wollte ich ja Fortschrittsfotots machen und die sind nun mal so eben nebenbei entstanden… und meist sehr spät abends. Ich saß in der vergangenen Woche fast jeden Abend bis nach Mitternacht an der Maschine. Aber genug davon.

Ich hatte mir ganz fest vorgenommen, dass ich diese Woche endlich mal wieder zum spinnen üben nutzen will. Und vorgestern habe ich das auch mal mehrere Stunden am Stück getan. Man merkt einfach, das Übung hier das Ziel ist. und es ist momentan eher entspannend als Stricken. Auch wenn die warme Wolle um den Unterarm mich zusätzlich ins schwitzen brachte 😉

Aber ich fange mal am Beginn an. Vor ca 2 Jahren kam so in meinem Umfeld das Thema „Selbst spinnen und färben“. Seit ich mit dem Stricken begonnen hatte war schon einige Zeit vergangen und ich hatte inzwischen einiges gelernt. Pullover oder Jacken stellen inzwischen keine unlösbare Aufgabe mehr dar, ebenso wenig wie Zopfmuster, Reihenzähen, Ajour / Lochmuster und auch in Sachen Doppelstrick und mit mehreren ( 2) Farben arbeiten habe ich zwischenzeitlich ausprobiert.

Sicher, ich könnte mir noch die 12zigtrillionen Arten von Maschen Auf- und Abnahmen und Anschlagarten und Abkettformen zu gemüte führen, ebenso wie die zig Arten, die einzig richtige Schulterform herauszuarbeiten oder mich in der Stricktheorie eingraben und selbst Modelle entwerfen. In einigen Bereichen sehe ich da auch durchaus noch potential für mich. ABER, es sind alles keine „wirklich neuen“ Herausforderungen und andere können sowas viel besser als ich. Und es gibt so viele Damen da draußen in der Welt des Internets, die hervorrangen erklären, designen und blogs schreiben können.

Also, back to topic. Ich wollte spinnen können. Erst mal mit der Handspindel, was vor allem wohl dem fehlenden Platz für mein Spinnrad geschuldet ist. Ich wollte nicht ein teures Rad erstehen und dann feststellen, dass das gar nichts für mich war. Ausserdem finde ich die Handarbeit sehr spannend. Und inzwischen ließe sich die Handspindel auch viel LARP-tauglicher verwenden als ein großes Spinnrad. So ich denn dort jemals einsteigen wollte.

Aber gut. Wie ich so bin, bin ich sehr lange um das Thema herumgeschlichen, habe mich mit anderen unterhalten, mir Videos angeschaut. Und dachte, neee da biste viel zu ungeschickt. Hand-Augen Koordination ist bei mir nicht wirklich gut ausgeprägt. Aber wird durch die Handarbeit sehr gut geschult, muss ich gestehen.

Im vergangenen Jahr war ich dann in Berlin. Ich hatte eine Woche Urlaub in der alten Heimat und habe mir meine Mom gegriffen und verschiedene Läden angeschaut, und natürlich gekauft, gekauft, gekauft. In Wahrheit war es gar nicht sooo viel, aber ich habe mir halt kleine Besonderheiten erstanden. ( Siehe hier´)

Meine allerersten Spinnversuche hatte ich hier bereits kurz gezeigt.

Heute werde ich noch mal ein paar Bilder zeigen. Zum einen die erstandenen Kammzüge und Batts und auch ein bisschen gesponnenes. Und dann will ich auch noch einen Blick in meine „Schatzksite“ werfen. Alle samt Garne, die rund um meinen Schnapsigen Geburtstag in die Kiste eingezogen sind und nun darauf warten, endlich zu Winterhübscheiten zu werden. Aber eines nach dem anderen, weil ich ja noch mehrere UFO’s heruamliegen habe. Da wären die Tiffany ( wobei die ja in Bearbeitung ist und mehr als zur Haälfte geschafft ist). Petal, noch immer, der Rücken halb fertig und raubt mir den letzten Nerv, Tukas blaues Wolfsfell ( Bluebird) und noch immer die Lacejacke, die nicht wirklich gewachsen ist, weil die wahnsinnig dünnen Garne und relativ großen Nadeln mir nicht so wirklich liegen.  Aber das ist ein anderes Thema. Ich schweife ab.

Aaaaalso. Spinnen. Zunächst hatte ich nach den ersten Versuchen im August (ein spontanspinnkurs in Berlin  in der WollLust brachte den Durchbruch) noch nich so richtig den Dreh raus. Alles lief sehr schwerfällig und irgendeine Info fehlte mir, um aus einem Kammzug wirklich ein schönes Garn zu machen.

Dann habe ich im Juni ein paar Singlelebentage damit verbracht mir noch mal alle Vlogs von Chantimanou reinzuziehen ( ich habe die bereits mehrfach verlinkt). Und da kam dann der entscheidende Hinweis: Wie man die Fasern eines Kammzugs richtig vorbereitet. Ich hatte bis dahin nicht wirklich den Dreh raus. Alles war sehr fest und innerhalb kürzester Zeit hatte ich in der linken Hand immer einen riesen Ballen halb verfilzte Wolle. Nichts vom „zarten Vögelchen“ in der Hand und alles ganz easy, wie die Dame aus dem Kurs es nannte.  Doof so. Ich war echt ein bissle frustriert. Das änderte sich aber dann dank der Videos. Und tatsächlich lief es danach besser. Klar, ich mache noch keine wirklich gleichmäßig und wahnsinnig dünnen Fäden, wie der zum Beispiel auf der angesponnenen Spindel aus Chantis Anfängerset. Aber es ist auch nciht mehr ganz so sehr die Aneinanderreihung schwangerer Regenwürmer und dauerabreißender viel zu dünner Fäden dazwischen. Die erste Kopfspindel hat durch das mehrmalige fallen lassen inzwischen einige Lädierungen ( der Haken oben ist verbogen und die Spitze ist angeditscht) aber sie läuft. Alles wird gut. Hier ein Vergleich, oben Die Spindel mit Chantis Garn unten meine ersten Gehversuche

vergleich chanti kann ich probier mal

Irgendwann war die erste Spindel voll, der Winkeldorn bereits von den ersten Versuchen aus dem August belegt und ich wusste nicht wirklich weiter. Spulen, oder gar eine Lazy Kate hatte ich nciht, wollte ich auch so schnell nicht kaufen. Aber da der Haushalt bemannt ist, liegen im Bad IMMER leere Toilettenrollen rum ( warum die nicht in den daneben stehenden Eimer geworfen werden, wird mir stets ein Rätsel bleiben.

Na in dem Fall war es meine Rettung, denn mit ein bissle Pappe rechts und links geben sie erstklassige kleine Spulen ab. Yay. 😉

Vorgestern habe ich dann abens noch mal eine Spule voll gemacht ( merkwürdiger Ausdruck *hüstel*) und die Spindel nochmals gut gefüllt. Et loooft. So in etwa.

hier nun also die Hübschheiten: ( 100% Corridale steht auf dem Label, insegesmt zwei Kammzüge a 100g) ( Es fehlt noch einer, der ist statt meliert eher inn Farbblöcke kardiert, aber auch so rötlich bis grau. Das Bild reiche ich auch nach)

spinnversuch1 hier sieht man die Selbgebastelte Spule ganz gutspule kammzug Corridale gefaerbt kammzug Corridale gefaerbt2

Weitere Berlinspontankäufe: grün ist Merino, weiß ins Leicester Wolle.

merinogruentoene merino gruentoene3 leicester weiss 100g leicester angesponnen 1versuch leicester allerersterversuch nostepinne kleine kreuzhaspel Nostepinne ( Wickeldorn) gut gefüllt und die kleine Kreuzhaspel von Kromski hatte ich gleich mit erstanden.

Und nun der Grund, warum ich meine Spinnskills verbessern will, denn ich WILL diese Aimees verarbeiten:

mit label aimee huch, da fehlt noch ein Gruppenbild, das reiche ich dann nach 😦

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