Wollfestival – mein Fazit

Im kurzen: war gut.

Im langen: Fangen wir von vorne an, denn dazu muss ich etwas ausholen.

Die ganze Zeit über war ich mir unschlüssig. Kurz vor knapp stellte ich fest, dass der Pulloverkonstuktionskurs doch noch Plätze frei hatte, und da habe ich Freitag früh noch schnell gebucht. Zum Glück, denn der war ausnahmslos sehr gut.  Abe rspäter dazu mehr, denn ich greife vor.

Alles begann Samstag Morgen. Dank meines teledings konnte ich das Navi anschmeißen. Nichtsdestotrotz musste ich erst 3 Mal die Hauptstraße rauf und Runter fahren bis ich die Einfahrt zur Tiefgarage gefunden hatte. Dann jedoch traf mich der Schlag, denn obgleich die Tiefgarage noch halbwegs leer war stand draußen eine laaaaange Schlange. Die war so lang, dass ich tatsächlich eine Stunde lang dumm herum stand bis ich überhaupt den Eingang erreichte. Und das trotz vorbestellter Karten. Zwar waren die Damen an der Ausgabe recht flott und wirklich gut organisiert, aber da  es nur 4 damen waren und über 900 Voranmeldungen kann man sich ja vorstellen, dass es einfach zu Wartezeiten kommen musste.

Im Nachhinein muss ich auch zugeben, dass micht nicht die Wartezeit an sich gestört hat. Was ich massivst nervig fand, war die dreißte Art mancher mitwartender. Da wird einfach zu mehreren an Einzelpersonen vorbei gedrängelt, die Raucher stecken sich eine Zigarette nach der anderen an, und noch in der Warteschlange wird über bereits gesichtete und mehr oder weniger Bekannte abgelästert. Das war für meine Begriffe derart unerhört, dass es mich nachhaltig negativ beeinflusst hat. Was wohl auch daran lag,  dass ich einfach am Samstag auch nur bis 15h Zeit hatte und dann ja schon wieder gehen musste.

Zum Glück habe ich dann direkt am Eingang den Maschenkunst-standt entdeckt und wurde auch von Daniela und Isa sehr freundlich begrüßt. Daniela tat die lange Wartezeit ehrlich leid und man merkte ihr gegen halb eins sichtlich die Erleichterung an, als endlich die Schlange abgenommen hatte, und alle Besucher ( mehr oder weniger) drin waren. Die offizielle Begrüßung von Daniela ( Maschenkunst) war sehr ehrlich und herzlich.

Da hat es mich auch schon kaum noch gestört, dass ich für das Tritschko-Gruppentreffen nun doch offizielle Bilder im Fernsehen und auf Printmedien zu sehen sein könnte *hüstel*. Nunja es ging um ein Gruppenbild, nicht um mich in Person.

Von dem Farbberatungsvortrag, der anschließend folgte bekam ich wegen der Akustik nicht viel mit, es hatte eben im Hauptraum des Sportmuseums eine echte Bienenstock-Atmosphäre.  Und weil es so schön war, setzte ich mich die meiste Zeit ohnehin dann auf die Terasse. Ich traf BlueSwan und einige andere spinnende Damen gaben freundlichst Auskunft. Das war sehr schön. Auch später setzten sich zwei Damen aus Idar-Oberstein zu mir in den Schatten und wir plauschten noch kurz, dann musste ich leider auch schon wieder los.

 

Da hat es mich auch schon kaum noch gestört, dass ich für das Tritschko-Gruppentreffen nun doch offizielle Bilder im Fernsehen und auf Printmedien zu sehen sein könnte *hüstel*. Nunja es ging um ein Gruppenbild, nicht um mich in Person.

Und da war der Samstag für mcih auch schon vorbei. Da Morgens erst einmal alle anstürmenden Besucher die Stände umlagerten, hatte ich mich dagegen entschieden mich in den Wust zu begeben. Das hat mich leider um die Gelegenheit gebracht bei Chanti die Merino-Seiden-Mischung zu erstehen, oder auch die Rolags to Go zu erstehen. Aber gut, so wichtig war es dann auch net.

Streicktechnisch konnte ich Samstag nicht viel „reißen“, ich habe es gerade mal geschafft die Träger an die Tiffany zu nähen. ( Von dem Missgeschick erzähle ich dann mal noch gesondert).

Da wir aber nachmittags noch zum Grillen eingeladen waren hatte ich die einfach eingepackt und dann das erste Mal den Ärmelangeschlagen und den ganzen Abend über gestrickt.

Und dann bin ich Sonntag nach dem Frühstück wieder nach Köln. Dank der Wochenendkarte kam ich diesmal problemlos und ohne Wartezeit hinein. Ich suchte mir ein Eckchen und trennte erstmal den Ärmel wieder auf. Dann habe ich ihn noch mal neu ( in einer anderen Farbe) angeschlagen. Und *hüstel* erst nach etlichen Reihen gemerkt, dass ich verblödeter Weiten an der Falschen Seite angestrickt hatte. Tatsächlich hätte ich mir den Halsausschnitt zugestrickt.. Also alles wieder auf.

Das drite Mal habe ich den Ärmel dann angestrickt, während ich Monas Ausfrührungen zum Pulloverkonstruktions-Kurs gelauscht habe.

Ich kannte Mona, die Kursleiterein, ja schon aus der MaKu und ich bewundere ihre Kreationen auf Ravelry schon lang. Und im vergangengen Jahr hatte ich den Kurs auch schon mal gebucht aber wegen meiner  Totalverpeiltheit war ich damals nicht rechtzeitig vor Ort und da konnte ich halt nicht teilnehmen. Pech gehabt.

Also habe ich dieses Mal wirklich die Gelegenheit genutzt und es war wirklich sehr lehrreich. So einen Pullover selbst zu „errechnen“ ist ja schon irgendwie ein Buch mit sieben Siegeln für mich. Wirklich gut war, dass sie auf die vier Grundkonstruktionen einging, und vor allem, dass man sich quasi die Oberteile in 2 Teilen anschauen muss. Gedanklich muss die obere Hälfte einfach unter Umständen ganz ander berechnet werden als unten. Und sie erklärte auch, was genau alles individuell angepasst werden kann und muss, will man ein wirklich passendes Stück für sich stricken. Da müssen Schulterbreite, Rückenlänge, die Oberweite und der ausladende Podex alle mit eingerechnet werden. Wann wird wo eventuell sogar mehr Material genötigt ( Ind der Länge und Breite) Und vor allem, mir war bisher nie bewusst, dass die Schulterpartie ( ich meine inkl der Ärmelausschnitte also bis zu den Achseln) mehr oder Weniger fast immer „schuld“ ist, wenn der Pullover schlecht sitzt. Wow. Endlich mal ein erhellender Kurs.

Und weil dieser Kurs 2 Stunden lang ging und am Sonntag schon um 16h alles vorbei war konnte ich danach nur noch schnell bei Chanti etwas Wolle zum Spinnen erstehen. Und ich nahm noch eine Schneiderpuppe zu einem „spottpreis“ mit heim. So bekommt Minna gesellschaft noch der Zenzie. Und eine von beiden wird ab nun dauerhaft den Mann übergestülpt bekommen.

 Also ich habe weder viel gekauft, noch sonst viel Geld ausgegeben. Klarin eine Spende die die DKMS musste sein. Aber da ich nichts dort gegessen habe, obwohl, was ich sah sah alles seht schmackhaft aus, und die Getränkeflat gebucht hatte, musste ich mich auch nicht mit den Wertbons rumschlagen.

Weder habe ich mich viel unterhalten noch viel wirklcih effektiv gestrickt. Auch habe ich an den Ständen nichts gefunden, was mich jetzt wirklich umgehauen hat. Aber gut so, denn ich habe ja bereits eine gut gefüllte Schatzkiste aus meinen Geburtstagseinkäufen und einen riesen Stash. ( Also dafür, dass ich nie einen Anlegen wollte).

Insofern war alles gut, und die nächste Zeit werde ich erstmal Verstricken und verspinnen. Bevor ich wieder was neues kaufe. Genau genommen bin ich ernsthaft versucht, das ein oder andere im Flohmarkt anzubieten und den Stash zu verkleinern- na mal sehen.

Mein Fazit. Schön war es. Aber ich muss das auch nicht mehr nächstes Jahr in Hamburg wiederholen. Ich war jetzt zum dritten Mal dabei, und immer wieder stelle ich fest, dass ich kein Netzwerker bin. So viele Menschen sind für mich eher eine Belastung und die angebotenen Garne sind jetzt auch nicht mehr soooo sehr besonders, wie ich das noch in Backnang empfunden habe. Insofern werde ich wohl eher dazu über gehen endlich mal regelmäßiger nach Köln zu fahren und mich wirklich mal auch auf dem ein oder anderen Stricktreff blicken lassen.

 

Ich möchte wirklich alles Organisatoren und Helfern, sowie den Händlern und dem Catering für das tolle Wochenende danken. Die Location war alles in allem sehr gut gewählt. Und ich werde mir den 16.08.14 sehr gut merken!

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