Mein Besuch auf den Lillestofffestival

Als ich im Mai durchaus sehr spontan beschloss, dass ich dieses Jahr bei dem 4. Lillestofffestival dabei sein will, hatte ich absolut keine Ahnung, worauf ich mich da einlasse. Es trafen sich also so rund 100 näh- und Lillestoffbegeisterte Frauen ( gabs auch Männer?) in Langenhagen bei Hannover um dort zu Nähen, zu lernen und ihrer Kauflust zu frönen.

Ich jedenfalls reiste am Freitag mit meinem Gepäck nach Hannover. Nach mehr als 6 Stunden Fahrt ( für eine Strecke, bei der ich eigentlich nur die Hälfte der Zeit benötigen sollte) kam ich um 19h endlich am Hotel an.

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Ein Koffer, zwei Nähmschinen, Lineale, Strickzeug und Bücher

Mein Zimmer war recht einfach ausgestattet, aber sauber und für die 2 Tage auf jeden Fall vollkommen ausreichend.

IMG_20170915_194358Den Abend verbrachte ich mit einem kleinen Spaziergang, einem halben Hähnchen von der Fressbude am Rewe gegenüber des Hotels und ging dann bald schlafen.

Ziemlich aufgeregt fuhr ich am anderen Morgen nach Langenhagen, was nur knappe 10 Autominuten vom Hotel entfernt war und Laufen war leider wegen der Maschinen keine Option.

IMG_20170916_094537Und dann hieß es erst mal anstehen. Lange. Fast 1,5h Stunden standen wir da so rum, ich war recht pünktlich um 9h da und um 10:23h ging es für mich dann endlich rauf in den 3. Stock, wo ich einen Workshop bei Dana Lübke aka die Komplizin hatte. Es ging darum anhand einer ihrer Schnitte ein passendes Kleid zu nähen.

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Die erste Feststellung war dann auch, dass ich 2 Größen brauchte, obenrum eben eine M und untenrum eine L, mein bekanntes Problemchen. Dana Lübke half mir dann auch bei der Anpassung des Oberteils an den Rockteil, so dass das Kleid dann auch passen sollte.

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Und dann verzettelte ich mich heillos. Ich bügelte erst mal meinen Stoff, der durch den Transport ganz schön zerknittert war und fing dann mit dem Abzeichnen der ersten Schnittteile an. Und das obwohl andere Teilnehmerinnen schon fast mit dem Zuschneiden der Schnitteile fertig waren. Keine Ahnung warum, aber ich war definitiv echt sehr langsam mit allem.

Deshalb sind das hier auch die letzten Bilder vom Kurs. Nachdem ich die Vorder- und Rückteile zugeschnitten hatte war leider schon die Mittagspause. Ich hatte also die Wahl essen zu gehen oder die restlichen Teile hungrig zu zuschneiden.

Ich entschied mich fürs Essen gehen, was ein Fehler war. Zwar war das Essen wirklich sehr lecker, aber durch die schiere Masse an Frauen, die da zum Essen anstanden dauerte es fast eine Stunde bis ich mein Essen hatte. Nach dem Essen kam dann auch noch das Filmteam, weshalb ich wiederum erst verzögert weiter zuschneiden uns schließlich mit dem Nähen beginnen konnte, als die erste bereits ihr fertiges Kleid anprobierte.

In der Pause hatte ich auch Gelegenheit in die Stoffkiste ( 2. Wahl) zu greifen und mir zwei Stoffschätze heraus zu suchen.

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Der Tag lief insgesamt total unrund, und obwohl Dana wirklich viel Hilfestellung leistete und der Kurs bei anderen Teilnehmern auch wunderbare Ergebnisse hervorbrachte wurde mein Kleid am Ende nur halbfertig und liegt nun bereits in einer Umzugskiste verstaut und harrt der Dinge, die da kommen mögen.

Viel später als gedacht konnte ich zumindest die Seitennähte noch schließen und Dana Lübke schaute noch nach der Passform. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal für die Geduld!

Dann packte ich zusammen.

Leider habe ich es versäumt ein Bild vom großartigen Inhalt meines Goodie Bags zu machen. Darin war ein Anleitungsbuch, eine Nähzeitschrift und ein ganz toller Stoff enthalten. Dazu ein kleines Handnähset, was ich sehr niedlich fand.

Vielen Dank auch dafür!

Tag zwei war dann für mich nur ein halber Tag. Ich brauchte keine Nähmschinen schleppen, da ich einen Schnitte an Längen anpassen Kurs hatte. Also ging es darum einen Grundschnitt an meine persönlichen Maße anzugleichen, was sehr spannend ist, grundsätzlich natürlich auch aus Büchern gelernt werden könnte, mir aber durch die direkte Erklärung viel leichter fiel. Zumal ich so auch mal jemanden zur Hand hatte, der mir die Maße auch ausgemessen hat.  Da ich davon aber keine Bilder habe, zeige ich hier nur noch ein paar Eindrücke von Sonntagmorgen, als sich die Halle unten so langsam füllte und ich die erste Stunde zum frühstücken und schauen genutzt habe.

Wir wurden übrigens das ganze Wochenende mit Coupons für jeweils 2 Kaffee, 2 Stück Kuchen und einem warmen Essen verwöhnt und am Sonntag Morgen gab es auch noch Frühstück in Form von belegten Brötchen, Baguette, Mini Croissants und so weiter. Das fand ich sehr, sehr großartig!

Trotzdem musste ich insgesamt für mich feststellen, dass dieses Wochenende insgesamt kaum meiner Natur entspricht, mir war es zu voll, zu laut und ich war eigentlich die ganze Zeit komplett überreizt. Das kann durchaus damit zusammen hängen, dass ich ganz allein dieser Masse an Menschen „ausgesetzt“ war,  oder auch daran, dass es mir grundsätzlich durchaus schwer fällt Kontakte zu knüpfen. Vielleicht war es aber einfach auch ein blöder Zeitpunkt für so eine Reise, da wir ja mitten im Umzugsstress eigentlich ganz viele andere Dinge zu klären haben, als ausgerechnet ein ganzes Wochenende irgendwo bei Hannover zu „vertrödeln“. Immerhin sind da noch Unmengen an Kisten zu packen, der Strom zu bestellen, den Telefonanschluss zu organisieren, ganz zu Schweigen vom Umzugstag, dem Wagen, Helfern usw. Keine besonders schöne Zeit um ein ganzes Wochenende raus aus allem zu sein. Jedenfalls nicht für einen Kontrollfreak wie mich.

Außerdem war es wirklich schade, dass die Kurse erst extrem Schnell ausverkauft waren, genauso wie Nähtische im Übrigen und dann erfuhr man im Nachhinein, dass in einigen Kursen durchaus noch Platz gewesen wäre ( unter anderem im Schnittkonstruktionskurs vom Sonntagnachmittag zur Weitenanpassung, den ich leider nicht mehr besuchen konnte, weil ich am Nachmittag noch mit der Schwiegerfamilie verabredet war. Hätte ich das vorher gewusst, wäre meine Tagesplanung für den Samstag eine andere gewesen ( Nähtisch für Samstag und Weitenanpassungsworkshop am Nachmittag zB.) . Sei es drum, es war in jedem Falle ein Erlebnis, dass sich insgesamt durchaus empfehlen lässt. Mit mindestens einer Freundin. Und vielleicht weniger Erwartungen an solche (für mich durchaus teuren) Workshops.

 

Ich denke, ich persönlich werde mich nächstes Jahr lieber mal nach einer Möglichkeit umhören, wie ich gezielt die Dinge erlerne, die ich so für mich brauche. ( Grundschnitt erstellen und anpassen von Schnitten für mich und den Mann zum Beispiel, oder Handhabung meiner Overlock. und der Pfaff.)

Edin Yarn Fest 2017 und Pläne

Das Edinburgh Yarn Festival reizte mich schon länger. Als ich letztes Jahr, so um meinen Geburtstag rum mal in die Runde fragte wer denn Interesse hätte mit zu fliegen sah es erst gar nicht so gut aus. Letzten Endes hat mich eine liebe Freundin begleitet, die auch gleich die ganze Organisation übernahm, da ich ja doch mit der Hochzeit eingespannt war. Am vergangenen Freitag ging es dann um 8.08 h mit der S-Bahn los bis zum ICE Bahnhof. Von dort aus fuhr uns der Zug zum Flughafen Frankfurt, wo wir dann pünktlich den Flieger bestiegen. Bis dahin lief alles wie am Schnürchen, besser hätten die Verbindungen gar nicht sein können.

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Dann saßen wir im Flieger und dieser stand eine knappe Stunde im Stau an der Startbahn, weil da einfach so wahnsinnig viel los war. Wir flogen dann aber doch irgendwann bei strahlendem Sonnenschein los. Der Flug war angenehm ereignislos. Währen der Bahnfahrt und dem Flug habe ich noch schnell die Fadenenden meines Westend vernäht, der musste nämlich mit, denn ich wollte wenn es ein gutes Licht gäbe unbedingt Tragefotos machen.

Am Flughafen angekommen fanden wir ein wolkenverhangenes aber eben nicht verregnetes Edinburgh vor. Yay! Großartig und auch das ganze Wochenene über hielt sich das Wetter und ab und an grüßte die Sonne.

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Wir fuhren mit dem Bus vom Flughafen zum Hotel und dieser fuhr auch direkt am Veranstaltungsort „the Corn Exchange“ vorbei. Und meine Güte, da war was los! Es standen zig Leute in der Schlange um hineinzukommen und wir entschieden spontan (auch wegen der Flugzeugverspätung) uns den Freitag zu schenken und fuhren erst einmal ins Hotel. Dort angekommen wurden wir super freundlich begrüßt und dann haben wir unser Zimmer erobert.

Dort verschnauften wir erst einmal ein Stündchen und ich strickte ein wenig an meinen Gyvate Socken. Danach beschlossen wir uns die Umgebung des Hotels anzuschauen und die Busstation für den kommenden Tag zu suchen. Da wir einen Kurs gebucht hatten durften wir nämlich schon ab 9h in die heiligen Hallen vortreten.

Also machten wir uns auf in Richtung Innenstadt und erstanden ein paar Dinge. Ich habe mir tatsächlich einen Rock gekauft und für den Mann Miniflaschen Whisky organisiert. Dann aßen wir eine Minipizza und beschlossen den Tag mit ein bisschen stricken und quatschen auf dem Zimmer. Wir waren beide ziemlich erschlagen und daher gegen 10h schon im Bett.

Am nächsten Morgen begannen wir mit einem Frühstück und machten uns gegen halb 9 h auf in Richtung Corn Exchange, das wie gesagt direkt neben der Haltestelle unseres Busses war. Zu unserem Glück tröpfelte es nur ganz leicht und wir wurden sehr pünktlich eingelassen. Unsere Bändchen erhielten wir sogar noch vor dem Einlass, was die ganze Sache erfreulich vereinfachte! Da man vom Eingang aus linker Hand zu der Verkaufshalle kam, die Blacker Yarn Podcast Lounge aber rechts vom Eingang war  und wir beide hauptsächlich dort einkaufen wollten hatten wir den Stand mehr oder weniger für uns allein. Große Kaufrauschparty also bei Blacker Yarn! Ich war mir sicher keine 100 Knäuel für Miniprojekte ( Socken oder Tücher oder so) kaufen zu wollen und da mein Budget extra limitiert war hatte ich am Abend zuvor beschlossen dort Garn für 2 Pullover zu erstehen. Zum einen Lyonesse in DK für ein Pulloverprojekt, bei dem das Pattern noch geschrieben wird, bei dem ich aber direkt wusste, dass ich es nachstricken will. Und einmal für den Wintersong, ebenfalls von Mona, den ich in dem Originalgarn nachstricken wollte, bei dem mir aber das Porto immer zu teuer war.

Allerdings hatte Blacker Yarn das Blacker Breed Shetland gar nicht dabei. Sieh haben mir jedoch angeboten, das Garn kostenlos nach Deutschland zu versenden und so konnte ich zuschlagen. Blöd nur, dass so mein Budget nach 5 Minuten schon verbraucht war! Das hatte ich wohl nicht richtig kalkuliert. Außerdem nahm ich noch 2 Knäuel Classic in dk mit für den Kurs am Nachmittag. Nein, Quatsch eigentlich ist es völlig okay so und ein paar Kleinigkeiten habe ich ja doch noch erstanden.

Nachdem wir unsere Garne erstanden hatten sind wir dann rüber gewandert in den Hauptverkaufsraum mit all seinen Ständen. OMG, war das viel! Und es war so voll, also Morgens schon, die eine Stunde bis zur offiziellen Eröffnung war so schnell vergangen und die verrückten Woll-Nerds rauschten in Scharen heran. Wir haben glaube ich nicht einmal die Hälfte aller Stände gesehen! Verdandi hat dann noch bei Jamiesons of Shetland ihre Fair Isle Jacken-Tüte mitgenommen. Leider waren deren Farbkarten schon ausverkauft, aber da ist ja bestimmt dran zu kommen. Es ist der helle Wahnsinn wie viele Farben die Färben! Zum Glück reizt mich das Shetlandgarn jetzt so gar nicht, auch wenn ich mir kurz vor Beginn des Kurses noch schnell 4 Knäuel erstanden habe um die Mütze aus der kostenlosen Anleitung zu stricken. Allerdings soll die eher als Übungsteil für die two handed colorwork herhalten. Das war nämlich der Kurs den wir gebucht haben. Aber dazu später mehr.

Einen Maschenprobenrahmen in 5 cm zB. den hatte meine Freundin mir auf der Hinfahrt nämlich noch gezeigt und ich finde die 5 cm leichter auszuzählen als 10 cm, also zum Beispiel bei Socken oder sehr engen Maschenproben. Ich mag Gimmicks einfach, und dieser ist in Deutschland deutlich teurer zu bestellen. Dann habe ich mir noch HiyaHiya in 2,25mm und 2,5 mm Nadelstärke mitgenommen und eine von den Snipping Kittys in blau für meine Strickbeutel. Diese Minischeren finde ich so praktisch, dass ich gerne an jedem Strickbeutel eine fest anbringen will. (Also nach und nach. Und ich habe auch „nur “ 5 Beutel.

 

Ach naja den Eyf Beutel für 8 Pfund musste ich mir natürlich auch gönnen, bin aber am überlegen die Nähte zu trennen und den Beutel zu füttern.

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Gegen 11.30h waren wir so durch, dass wir beschlossen uns 2 Stühle im Hauptraum zu erobern und etwas zu stricken. Sitzen, stricken und den Trubel auf sich wirken lassen. Und das taten wir dann auch, wobei wir immer wieder wechselnde Nachbarn am Tisch hatten, die kamen aßen, ein paar Worte wechselten und so weiter. als die Massen sich etwas beruhigt hatten hab ich uns ein paar Sandwiches und Coke besorgt und ich hatte zum Nachtisch einen der besten Brownies, die ich je gegessen habe, was sicher mancher für übertrieben hält, aber zu dem Zeitpunkt war das bisschen süß einfach der Wahnsinn. Gegen 14h sollte dann also unser Kurs über zweihändiges Stricken beginnen. Dieses Kurz hielt Karie Westermann und es war toll! Nicht nur, dass ich, entgegen all meiner Befürchtungen, sogar fast alles verstehen konnte, dass sie uns zeigte, sondern ich habe auch einigermaßen hinbekommen, was sie da lehrte. Die Anleitung für die Handstulpen , die sie uns mitgab werden hier zum Einsatz kommen, denn ich hatte mir ja extra 2 Knäuel Garn von dem Blacker Yarn Classic DK mitgenommen, da will ich die auch bitteschön verarbeiten! Außerdem kann ich dann nach 2 Stulpen und einer Mütze wohl hoffentlich sagen, dass ich das Prinzip verstanden habe und entscheiden, ob ich damit tatsächlich mal ein großes Projekt anstricken will.

Dann war es auch schon 17h, der Tag war gelaufen, die Stände zu uns so war das Edinburgh Yarn Festival für uns vorbei. Schön war`s, aber auch laut und ziemlich anstrengend. Sehr, sehr gerne würde ich nochmal hinfahren. Dazu muss ich aber erst mindestens 3 Kisten Stash abgebaut und definitiv mehr Budget angespart haben, damit ich dann mal richtig zuschlagen kann. Immerhin, mein Plan ging auf und mit 2 neuen Pullovern to be bin ich sehr gut gefahren und habe keine Stash-Leichen mit Heim gebracht, was auch mal nett ist.

Was ich mir allerdings dort nur angesehen habe und nicht mehr kaufen konnte war die Tukuwool in fingering für die Sammal von Joji Locatelli. Diese schöne Jacke werde ich mir im Herbst wohl stricken und da habe ich Glück, denn wenn das Berlin Knits Yarnfestival stattfindet, werde ich rüber fliegen. Yarn over Berlin vertreiben das Garn nämlich auch und mit Glück kann ich es dann eben dort kaufen. Damit hätte ich dann nämlich auch schon einem totalen Kaufrausch vorgebeugt, clever nicht?

Den Abend verbrachten wir auf dem Hotelzimmer und ich strickte ein wenig an der Seudagan Socke. 2 Sockenprojekte gleichzeitig mit Zopfmuster ist jetzt auch nicht grad optimal, aber die Seudagan hat wenigstens nur ein Muster über 2 x 10 Maschen in der Mitte, das geht gerade noch, wenn man schon sehr müde ist.

Später sind wir dann zum Essen nach unten ins Restaurant gegangen, für mich gab es einen sehr leckeren Beef Burger und anschließend probierten wir den Malt of the Month. Ich kann schließlich nicht nach Schottland reisen, ohne dort wenigstens einen Whisky zu trinken!  Gegen 22.30h sind wir dann aber doch im Bett verschwunden.

Das Yarnfestival war also vorbei? Nicht ganz, denn am Sonntag gab es noch ein gemütliches Brunch, wo viele kamen und sich setzen, schwatzten und strickten. Auch wir haben den Vormittag genossen und in Ruhe dort noch ein wenig gestrickt.

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Und ich habe geribbelt. Meinen ganzen hachaim hatovim , den ich letztes Jahr als Teststrick begonnen hatte, der  mich nach Schottland begleitete und den ich extra mit zum EYF genommen hatte weil glatt rechts in Runden wenig strick-Aufmerksamkeit erfordert konnte sich beim Brunch nicht länger verstellen. Bei den Zunahmen für die Bustdarts angekommen musste ich einsehen, dass das Maschenbild zu groß und das Teil insgesamt einfach viel, viel zu weit war. Also habe ich als letzte Amtshandlung während des Brunches noch alles geribbelt und mir hier zurück in Deutschland dann 1,5mm Nadeln gekauft.

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Danach sind wir gemütlich zum Ocean Terminal gefahren, wo meine Freundin versuchte noch Bilder zu machen von meinem Westend. Leider hielt sich der schöne Sonnenschein vom Morgen nur bis wir dann endlich am Wasser ankamen und so habe ich kein wirklich schönes Bild mehr bekommen. Aber das ist ja nicht ihre Schuld.

Das EYF war also ein voller Erfolg für uns. Wir kommen gerne wieder. Ich für meinen Teil muss dann aber mindestens doppelt so viel Geld einpacken und dort weniger Essen 😉 Das nächste Mal planen wir auch für den Rückflug definitiv einen Koffer ein, das mit dem Handgepäck war nämlich echt grenzwärtig und hat schlußendlich meine aktuelle Handtasche in die ewigen Jagdgründe befördert. Ich hatte sie zwischendrin mal geflickt, aber da ich die wirklich täglich schleppe hats den ausgebesserten Reißverschluss und einige Stoffteile gehimmelt. Ich hätte sicher das ein oder andere abtrennen und nochmals verwenden können. ABER damit ich mich auch wirklich dran gebe musste ich nun einen Schnitt machen. Hoffentlich schaffe ich es bald mir eine neue Handtasche zu nähen. Meine aktuelle Kauftasche ist nämlich zu klein und zu unpraktisch.

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nun zu meinen Strick-Plänen:

Wenn die Gyvate und die Seudagan Socken fertig sind habe ich noch die Recoleta, die soll noch vor dem Sommer fertig werden. Aber danach ist es Zeit mich den Sommertops zu widmen und da wird der hachaim hatovim als erstes wieder angeschlagen. Und dann wird Stash-Abbau in Sachen Baumwolle, Leinen und Seide betrieben. Apropos Seide, da habe ich auch noch einiges zu spinnen. Unter anderem Seide für den Airgead, wo ich das Leinen gekauft hatte aber die Seide selbst spinnen will. Die liegt auch schon seit letztem Sommer in ihrer Kiste und die Sonata könnte wirklich mal wieder arbeiten. Da die seide nur 2fach verzwirnt wird muss ich unbedingt mehrere Spulen bespinnen.

Außerdem hat die liebe Frl Riechfein sich endlich überwunden und ihren Shop eröffnet. Selbstverständlich musste ich dort noch Sockenwolle bestellen. Ich weiß echt nicht, wie das passieren konnte, aber plötzlich stricke ich (also ICH!!) Socken. Alles sehr, sehr merkwürdig. Also habe ich dort einen Sockblank, ein Osterset und ein Sockengarn bestellt. Alles auf dem Bahnhof Frankfurter Flughafen, sobald ich Internet hatte *gg*

Ehrlicherweise muss ich jedoch gestehen dass ich im Nachgang zum EYF gestern noch 8 Knäuel Malabrigo Rios bestellt habe, damit ich endlich den Flyaway Hoodie stricken kann.

Also habe ich nun mehr oder weniger 3 Großprojekte ( und natürlich das, was eh schon alles zu Hause liegt). Ich musste mir tatsächlich 2 neue Kisten zulegen, die ich nun schnellstens wieder leer bekommen muss, da die eigentlich dazu gedacht waren und sind Zeug im Keller zu lagern. Ich muss meine Verarbeitungsfrequenz erhöhen oder mal Zeug abgeben. Es ist der helle Wahnsinn, wie leichtsinnig man wird, wenn man einmal dieses bestellen für sich entdeckt hat! Hölle.

 

 

 

 

 

Dogs and Wolves ein weiterer Fortschritt

Inzwischen habe ich es endlich vollbracht und alle Körperteile verbunden (die Schulernähte geschlossen). Danach habe ich eine Weile gebraucht, um die Maschen gleichmäßig vertreilt aufzunehmen und dann mittels verkürzter Reihen endlich den ersten Ärmel angefangen. Bis 3.25h am Morgen habe ich daran gestrickt und mag diese Art, die Ärmel anzustricken auf jeden Fall bisher sehr gerne.

Nun bin ich an dem Punkt der Achsel, dass ich die letzten 6 Maschen schließen kann. Danach muss ich mir überlegen, ob ich den Ärmel zu Ende stricke und dazu die Abnahmen ausrechnen und gleichmäßig verteilen. Bisher tendiere ich allerdings dazu, erstmal die zweite Armkugel aufzustricken.

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der Ärmel sieht hier nur zu weit aus, in echt liegt er ganz gut an.

leider war der Mann nicht in Fotografierlaune, aber immerhin kann man anhand dieser Fotos die gute Passform so erahnen.

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Wollfestival in Köln

letztes Jahr war das Wollfestival auch gleichzeitig das Ravelry-Treffen. Entsprechend voll und laut war es da. Si war ich fast den ganzen Tag draußen auf der Terrasse. Dieses Jahr findet das Ravelry-Treffen beim „Wollfest“ in Hamburg statt. Das ganze wird schon wegen der internationalen Strickdesigner vermutlich eine ganz andere Hausnummer als die bisherigen Treffen.

Ich war ja damals beim letzten Backnanger Ravelry Treffen, dann in Bonn und nun in Köln. Frechen habe ich ausgelassen. Mir persönlich hat das gemütliche Hotel in Bonn besser gefallen als dieses Mega-Veranstaltungen in Köln.

Ich habe viele Stimmen gehört und gelesen, von Frauen die sich über organisatorisches und die Aussteller – Anzahl geärgert haben. Zu recht? ich finde nicht. Klar, dass dieses Jahr insgesamt weniger Austeller waren als im vergangenen Jahr, schon deshalb, weil die ganzen kleinen Ein-Frau-Betriebe wahrscheinlich rein organisatorisch total überfordert wären innerhalb eines Monats 2 solche Großveranstaltungen adäquat mit Ware einzudecken. Die Standpreise und die Anreise-Kosten sind ja auch nicht ohne. Aber es waren dennoch einige Stände vertreten. Wobei die meisten linjs in den Nebrnräumen zu finden waren. In der Haupthalle fandrn sich in der Tat „nur“ vier oder 5 Stände. Aber erstens gatte diese eine tolle Auswahl und zweitens hatte sich m.M.nach durchaus rum gesprochen, dass es mehr Anbieter gab. Die Stände waren jedenfalls den ganzen Tag super gut besucht.

Was ich dann aber sehr verwunderlich fand: Die Kurse fanden an den runden Tischen in der großen Haupthalle statt und mir persönlich wäre das zu laut gewesen um bei dem Lärm noch irgendwas erklären zu wollen. Aber gut, einige haben diese Kurse besucht und waren scheinbar glücklich. Ich habe aber auch gehört, dass diese ganzen Kurse sehr kurzfristig geplant waren und auch nicht wirklich publiziert waren. Gut. So insgesamt war es für mich persönlich schön, den ganzen Tag mit netten Leuten zu verbringen, zu stricken und ein bisschen was einzukaufen.

Ich habe den Tag über mit meinem Kordelherzen-Pulli verbracht, mich mit den Kindern von Chanti und Lisa amüsiert und meine Russische Spindel ausprobiert.

Ein bisschen habe ich auch gekauft:

450g Kamel ( welches noch unsortiert ist. Daher riecht es auch noch nach Stall. Aber das macht mir nichts.)

Ich bin überrascht wie weich so ein Kamel ist, wenn man es geschoren hat. Das liegt aber auch daran, dass in der Schur kaum Grannen sind.

Einen Teil Kamel verspinne ich auf jeden Fall solo, aber ich überlege auch was mit Schaf ( und eventuell anderen Fasern) zu mischen und zu kardieren. Jetzt wo ich doch so eine super kardiermaschine habe.

Dann noch 200g schwarz/braunes Alpaka. Die Wolle ist überwiegend schwarz aber ein paar braune Spitzen sind eben dabei und ich nehme an, das gibt einen schönen Effekt.

Dazu habe ich mir von Wolle-online noch eine 20g leichte Spindel mit einem Robinie – Wirtel und einem Ahorn-Schaft gekauft.
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Jetzt habe ich aber wirklich erstmal genug Spindeln.

Nächsten Monat werde ich noch in Hamburg eventuell ein bisschen was an anderen Fasern oder Garnen kaufen ( eventuell FairAlpaka in Pullovermenge) Aber sicher verfalle ich nicht in mega-Kaufräusche. Ich habe einfach so wahnsinnig viel dieses Jahr schon gekauft, was ich erstmal in aller Ruhe verarbeiten will. Und dann habe ich auch noch den 200g FiberClub von Chanti, da kommen so wie so jeden Monat Fasern.

Jede Menge Pakete

erwarte ich diese Woche. Die vergangene Woche habe ich mit dem Planen und den Schnittmustern für 2 Auftragstaschen verbracht. Ich war auch 2 Mal mit meiner Nähmaschine im Geschäft um diese Warten zu lassen. Ausserdem war ich in mehreren Stoffgeschäften und auch auf dem Stoffmarkt um Preise zu vergleichen und das beste Angebot, schöne Stoffe und so weiter zu finden.

Ich freue mich schon darauf, die Schmetterlinge und Vögel zu beobachten, während die einzelnen Teile zu ihrem Gesamten zusammen finden werden. Dazu ein Maigrüner Futterstoff. Hach ich freue mich jetzt schon darauf, die Stoffe morgen auszupacken und zu waschen.

UND Jetzt kommt das BESTE des Tages: Mein Bliss ist in der Chantimanou Handspinnerey angekommen und ich werde es am Freitag nach Hause holen. Ein Spinnrad für mich zu Hause und ich habe auch schon eine Idee für eine Reisetasche. YAY !

So kann ein Montag zu einem richtig tollen Tag werden 😀 Und da heute der 12. ist habe ich das alles noch ein wenig bebildert unter 12von12 imMai.

 

Frühlingsswap die 2.

Nachdem hier das karnevalistische Chaos ausgebrochen ist, hatte ich endlich mal Zeit, den ersten Teil von meinem „aufgeschnittenen Berliner“ zu verspinnen.  Hier sind jeweils um die 40g auf den Spindeln zu sehen.

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Und hier ist auch schin alles verzwirnt.  Der Rest vom Berliner auf der kleinen Fußspindel wartet jetzt einfach auf den zweiten Teil vom „Sealife“.

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Hier noch einmal eine Nahaufnahme von vor dem Waschen.  Ich habe leider die Hildegard nivht ganz festgestellt und do hat sich das Garn nicht ganz ssuber auf die Haspel gelegt.  Ich komne auf ungefähr 169m bei 73g.  Und ich bin gespannt, wie sich das nach dem Baden noch verändert.  Oder ob sich überhaupt was tut. Ich habe ein bißchen angst, es könnte filzen weil es ja recht locker gewickelt ist. 

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Der zweite Teil vom „Sealife “ ist bereits auf der Kopfspindel in Arbeit.  Mit der einen Fusspindel komme ich einfach nicht zurecht.

Mein nächstes Ziel ist es auf jeden Fall mir ein, zwei Spindeln von Herrn Matthes bsuen zu lassen. Jawoll. Und einrn Spinnrad Kurs möchte ich auch gerne machen.  Jetzt, wo Chanti ein „Schüler-Sonata“ hat, bietet es sich gerade zu an. Ich schleiche ja schon lange um die Spinnrad Entscheidung herum.
Nur einen Termin müssen wir noch finden.

einen Schritt vor und drei zurück

ungefähr so geht es mir momentan mit meiner Handarbeiterei. Da ich noch immer alleine bin, konnte ich das Wochenende größtenteils zum stricken, spinnen und planen nutzen.

First of all: Ich habe endlich meine gesponnene Wolle „gekocht“, also mich getraut die auf den Herd zu stellen und dann langsam abkühlen zu lassen. Memo an mich: Herd auf 7 Stellen, dann 20 minuten anlassen und danach bis abends wieder abkühlen lassen. Ich schätze für empfindlichere Materialien war das schon zu heiß aber das Corridale, Merino, Schafzeugs hat es mir verziehen. Danach habe ich die Stränge nur kurz ausgedrückt und über der Wanne aufgehangen. Da hängt sie noch und trocknet weiter so vor sich hin *gg* Also steht demnächst neu haspeln und wickeln an, damit ich dann die End-Gewichte, -Lauflänge- WPI Maße kenn‘ und mal überschlagen kann, wie groß die Wraprette dann wird.

Dann habe ich noch immer den 2. Corridale Strang am Wickel, genauer auf der Spindel. Die erste Spindel ist nun voll und ich habe den nächsten Teil auf der 2. Fußspindel angesponnen. Das die Fäden inzwischen richtig dünn sind ist super, und im langen Auszug wird das auch langsam gleichmäßig. Da ist die ersten Versuche noch viel dicker gesponnen habe muss ich mal sehen, ob ich für das obige Projekt dann noch etwas brauche und mich damit „abfinden muss“ dass die dann dünner ist, oder ein eigenes Projekt dafür suchen kann. ich habe noch einen Strang pink-grau, wo die Farben nicht meliert zusammen gekämmt sind, sonder einzeln. Wahrscheinlich nutze ich den Effekt und verstricke diese beiden Garne dann, wenn die mal fertig sind, zusammen.

Da ich ja spätestens zum 1.3. mit dem Swap anfange, muss ich die Spindeln vorher noch leer machen 🙂 Ich habe auch schon so einiges in Vorbereitung aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr.

Diese „drei Schritte zurück Sache“ erklärt sich am Rabenherz, denn ich habe das Wochenede mit Rechnerei, Planen und dem Stricken der Armkugel verbracht. Nur um diese am Ende (gestern Abend) komplett wieder aufzutrennen. mit fehlten am Ende mehrere cm an Länge. Und überhaupt finde ich noch immer, der Ärmel ist etwas eng. Ich passe zwar rein, aber ich finde, die Kordelherzen werden da ziemlich arg in die Breite gezogen. Wahrscheinlich sollte ich den Ärmel man aus der Hand legen und mit dem Körper beginnen. Und vielleicht diese von Tichiro vorgestellte Methode mit den von unten mitgestrickten Armkugeln probieren. Aber ich möchte das Prinzip jetzt gerne verstehen und mich da durch beißen 🙂 Schließlich kann ich davon in Zukunft profitieren, wenn ich dann mal das von oben einstricken probiere und so weiter.

Nun, jetzt jedenfalls ist der Ärmel wieder so kurz, wie vor dem Wochenende und ich muss nun überlegen wie es weiter geht.

Die Swap-Wolle ist bestellt, ein Träumchen und  ich freue mich schon drauf. Und am Wochende ist wieder Spinntreff, wo ich auch meine Beute vom letzten Shop-Update in Empfang nehmen werde ;P Ich sagte ja, ich kaufe dieses Jahr kein Garn. Da war nie die Rede von „keine Kammzüge“ *ggg*. Nein, natürlich steht Stash-Abbau weiterhin auf dem Programm, aber bei den Farben wollte ich nicht nein sagen.

Und ich habe Ideen zum nähen. So langsam bekomm ich auch wieder Lust drauf. Mal sehen, da muss ich mich auch noch ran halten, denn eigentlich habe ich nur noch 4 Wochen Zeit bis Karneval und noch 5 Wochen bis zur nächsten Con … Time’s running..

Am 8.2. kommt der beste Mann wieder und bis dahin werde ich noch ein bissle mehr im Handarbeits- und Bonesfieber schwelgen und freue mich auf das nächste Spinntreffen.