Neuerwerb

Seit gut einem Jahr bin ich von den Garnen von Blacker Yarns in Bann gezogen. Ich hab zunächst den Westend aus der Lyonesse dk gestrickt. Dann war ich ja glücklicherweise letztes Jahr beim Edinburgh Yarnfestival, wo Blacker einen Stand hatte. Da habe ich dann noch mehr Lyonesse in dk und 4ply gekauft für 2 weitere Pullover Projekt und noch das Shetland 4-ply erworben (das mir dann dankenswerter Weise nach Hause geschickt wurde) für meinen Winter Song.

Als Blacker dann letzes Jahr die Brushwork raus brachte bin ich lange drum herum geschlichen. Letztlich habe ich im Februar im Abverkauf dann zugeschlagen.

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daraus soll jetzt diese Jacke werden, die Anleitung gibts kostenlos als Download bei Blacker.

Also ja, ich finde die Garne momentan echt toll.

Außerdem habe ich für einen Teststrick bei Mona noch Sockenwolle bestellt. Und zwar die Lana Grossa Meilenweit in 8fach Zwirnung. Daraus entstehen sehr schöne Socken und ich hatte bisher weder so dickes Sockengarn, noch haben meine anderen Bestände den passenden Farbkontrast gehabt.

Außerdem habe ich von Frau Wöllfchen noch 2 Kammzüge erworben.

 

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Allerlei Neuzugänge

Seit dem Vorletzten Spinntreff ist meine Spulen-Spindel mit den Polarlichtern verschollen, also konnte ich die nicht fertig spinnen. Da wir ja eh in den Vorbereitungen und Nachwehen zur Hochzeit steckten, konnte ich ohnehin nicht allzu viel handarbeiten.

Immerhin haben sich die Basteleien für die Hochzeit dann doch gelohnt und der Partyraum sah richtig toll aus.

Nun aber zu den Neuzugängen:

  1. Das Louet Victoria inkl. Reiserucksack als passende Ergänzung zum Bliss . Seit ich 1. weiß, dass die Spulen unter diesen beiden Rädern austauschbar sind und ich 2. das Victoria probespinnen konnte, wollte ich auch eines haben. Mein Mann schenkte es mir zur Hochzeit und selbstverständlich musste es dann auch mit in die Flitterwoche. Gesponnen  habe ich die „Liebswolle“, welche mir die liebe Frl. RiechFein zur Hochzeit gekurbelt hatte.

2. Im Urlaub haben wir dann einen Ausflug zum Nähprofi gemacht, und letztendlich habe ich mir dann im Halloween-Sale die Gritzner 788 Overlock bestellt. Und ja, da ich bisher noch gar nicht dazu gekommen bin, steht diese noch immer komplett eingepackt auf meinem Nähtisch herum. Das nächste große Projekt ist der Umbau der Küche inkl. einer ordentlichen Nähecke mit jeder Menge Stauraum.

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3. Im Urlaub musste es dann auch Wolle sein, und da dieser blöde Wollladen in Kiel kaum etwas anderes als Sockenwolle hatte, habe ich mich wohl oder übel für ein 6fach Sockengarn und ein neues Nadelspiel in 3,00mm entschieden und stricke jetzt Socken für die Victoria, damit ich Spinnsocken im Rücksack dabei habe, wenn ich dann unterwegs spinnen mag.

4. Zuletzt habe ich für den GilmoreGirls MKAL Drops Big Merino in Natur bestellt und dann in den letzten Urlaubstagen noch gefärbt.  Dazu habe ich zunächst ein paar Probefärbungen auf Seiden-Woll-Garnen von Supergarne.com gemacht, da ich ja diese Birkenfärbung verstehen und selbst produzieren wollte. Da ich dann jede Menge Farbe in den Töpfen über hatte, konnte ich dann noch 400g Bio-Merino Kammzug färben.

 

 

die Jungfrau

als Chantimanou letztes Jahr noch färbte war das Motto dann ja „Sternzeichen“. Da ich nie weiß, was ich so aus 100g machen soll, hatte ich mir gleich das „große“ Paket bestellt und so jeden Monat 200g Überraschungsfasern und Färbung erhalten. So auch im September 2014, als die Jungfrau anstand.

Da Chanti auch jeden Monat einen schönen Brief zu den Färbungen dabei gelegt hatte, war es auch immer schön ihr Gedanken zu der jeweiligen Färbung nachvollziehen zu können. Ihre Idee für die Jungfrau fand ich besonders schön. Sie schrieb sinngemäß, dass sich zum Thema Jungrauf fordergründig immer dieses junge, naive, pastellige aufdränge, weshalb es eben diese Seite gäbe auf BFL gefärbt in einem bonbonigen quasi Regenbogen Farbverlauf. Und dann gibt es da aber auch die etwas tiefgründigere, rauhe Seite, die dahinter verborgen ist, und die sie auch zur Geltung gebracht haben wollte. Also die Färbung auf etwas rauheren Fasern ( ich glaube) Neuseelandlamm und die glechen Farbe in dunkler und ungeordnet durcheinander aufgebracht. So sind die „helle und die dunkle Seite der Jungfrau“ entstanden, die seither unter den Fiberclub-Mitgliedern kursierten. Für Alle Star Wars Fans natürlich ein „gefundenes Fressen“ und stets mit einem Augenzwinkern versehen hatte ich dann doch das Gefühl, wir alle wussten damit dann aber nicht so recht umzugehen.

Da ich ziemlich zeitgleich meine ersten russichen Spindeln von der Drechselwerktstatt bekam und ich das Gefühl hatte mit der dunklen Seite der Jungfrau erstmal nicht viel „falsch“ machen zu können wurden diese meine Übungsfaser. Zwischenzeitlich hatte ich noch eine Jungfrau „geerbt“ und eine etwas aus der Art geschlagenen Faser fand auch ihren Weg zu mir.

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Also hatte ich als Mitnahmeprojekt die dunkle Seite gefühlte Ewigkeiten zu jedem Spinntreff dabei und dann irgendwann den ersten Strang versponnen, die Spindel zwischendurch immer leer gemacht und den Faden auf der Nostepinne „geparkt“. Als 50g fertig waren, habe ich diese Navajoverzwirnt

( natürlich mit Herrn Bliss, das geht einfach viel einfacher für mich als mit der Spindel) wpid-20150117_113124.jpg

und den zweiten Teil wiederum mit der Russin versponnen.

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Nach dem Sommerfest packte mich der Ehrgeiz und die letzten paar Gramm habe ich dann Sonntagmorgen am 14.06. versponnen und dann direkt weiter verzwirnt.

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Denn inzwischen hatte ich auch eine Idee, wie ich mit der hellen Seite verfahren wollte. Also nahm ich die Stränge der Farbe nach auseinander und hatte vor, jede Farbe für sich zu verspinnen um so einen langen Farbverlauf zu kreiieren. Die Idee war  dabei jede Farbe mit ein paar Reihen der Dunklen Seite zu unterbrechen.

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und dann war da noch die etwas andere Jungfrau, welche ich Kurzerhand „Brienne of Tarth“ taufte und einfach längs mehrfacht teilte und zuerst verspann. Da ich alles zusammen verstricken wollte wird dann alles Navajo verzwirnt.

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Und dabei stellte ich dann fest, dass „Brienne of Tarth“ nur  etwa halb so dick ist, wie die dunkle Seite der Jungfrau. Nun muss ich erstmal sehen, wie die Lauflänge insgesamt ist und dann weiter planen. Denn das Wochenende war sehr erfolgreich und arbeitsam. Da ich allein zu Hause war und Brienne mich so inspiriert hatte, habe ich hintereinander weg die Spulen gefüllt:

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Damit ich das Gelb verspinnen konnte musste ich erst eine Spule leeren, und so ist das erste Rosa schon verzwirnt. Das sind aber nur knappe 25 m lauflänge (vor dem Waschen)  geworden. Die anderen Farben sind von Spule zu Spule deutlich voller. Da die Farben nicht genau gleich auf den Kammzügen verteilt waren. Das gelb ist noch in Arbeit, danach werde ich dann alle Spulen nacheinander verzwirnen und dann weiter sehen. Jedenfalls ist es momentan viel Spinnerei und das noch vor der TourdeFleece, an der ich auch wieder im Team Chantimanou teilnehmen wollte.

Braunes Merino Landschaf

Inzwischen  habe  ich  die Kiste Schaf komplett gewaschen. Dazu habe ich mich ganz nach Chantis Video verleiten lassen und Power Scour bestellt. Das Zeug ist echt super. Nach 3 Durchgängen mit dem Zeug war das Waschwasser fast klar. Dann habe ich 1-2 x mit klarem Wasser gespült und nach einer weiteren Runde in Fiber Rinse noch einmal gespült. Danach hatte das Schaf einen guten Anteil Restfett ohne dabei  noch fettig zu wirken.  (Jedenfalls sagte das Chanti heute nach dem Befühlen der trockenen Fasern).

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Denn heute habe ich meine (grob geschätzten) 2 kg Schaf eingepackt und bin zu Chanti in die Werkstatt  gefahren. Der Plan war die Fasern durch ihren Wollpicker  zu jagen und die so fürs Kardiergerät vorzubereiten.

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links 1x aufgelockert, rechts 2. Mal aufgelockert

Zwischendurch hat Cici gemeinsam  mit  ihrer Mama einmal 50 g probekardiert. So wussten wir  auch,das 2 Durchgänge durch den Wollpicker genügend aufgelockerte Fasern lieferte. Dann habe ich die fasern alle eingepackt und  bin zurück gefahren.

Danke nochmal liebe Chanti für das Nutzen dürfen, das Erklären und den Kaffee! Es war ein super Tag in der Handspinnerey und ich würde zugern bei euch mitmischen 😉
Zum Abend hin hatten wir noch  endlich die Cäcilie aus ihrem Kellerdasein befreit. Zur Zeit  steht sie jetzt in unserer Küche und wartet auf  ihren Einsatz zur weiteren Verarbeitung  des Merino-Landschafs.

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Achja diese Batts sollen dann versponnen werden  und das Garn für meinen Kirschblüten Pullover liefern. Mal sehen, wie es so weiter geht.

 

(PS: da es ja momentan so viel Unsicherheit in Sachen Werbung / versteckter Werbung auf Blogs geht. Die Links sind von meiner Seite nur für den Interssierten eingefügt, ich erhalte keinerlei Zuwendungen dafür)

Färbeorgie Teil2

Da meine ersten Färbungen nicht so gut gelungen waren, wie ich es mir gewünscht hatte wollte ich am Freitag noch einen Versuch wagen.

Ich habe

2x 100g BFL gefärbt

1x 100g Merino

1x 35g Merino/Tencel

1x 70g BFL/Seacell

und 200g Polwarth/Leinen/Milchseide  eingeweicht und mit ein bisschen Geschirrspülmittel in warmes/fast heißes Wasser eingelegt

wpid-20141107_163714.jpg Der große Einweck-Topf, den meine Mom letztes Jahr organisiert hat, leistet dabei gute Dienste.

 

Dieses Mal habe ich zuerst jeweils 2g Farbpulver mit je 200ml Wasser angemischt und so 1%ige Farblösungen erstellt. Dann habe ich verschiedene Farben gemischt, und dabei eine ungefähre Idee im Kopf gehabt und diese versucht so weit wie möglich umzusetzen. Die Resezepte habe ich mir notiert und hoffe, dass ich das ein oder andere so noch einmal wiederholen kann.

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die 200g BFL und die 200g P/L/M sind jedenfalls beide mögliche Kandidaten für den Herbstswap. Momentan trocknet noch alles und bis spätestens Morgen muss ich mich nun endlich entscheiden.

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Dieses Mal zeige ich die Farben aber erst, nachdem mein Paket angekommen ist. Nicht, dass zufällig meine Swap-Partner sich hierher „verirren“, mitlesen und ich ihnen so die Überraschung verderbe, dass wäre echt schade.

Jedenfalls zeigt sich jetzt, dass es viel besser funktioniert, wenn ich die Fasern besser ausdrücke und wirklich die abgemessene Menge Farblösung (plus Säure natürllich) auf den Kammzug aufbringe, nur so kann ich die Farbintensität ungefähr erreichen, die ich mir vorstelle. Abgesehen davon ist es auch beser gewesen die flüssigen Farben zu mischen, da hab ich einfach mehr Kontrolle als die Minimengen Pulver abzuwiegen.

 

Spinnmarathon Tag 1

Gestern habe ich zuerst mal die 14g beige (von meinem Berliner) verzwirnt. Ich hoffe, dass es dann jetzt reicht um mein Shorline-Tuch endlich fertig zu bekommen.

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Danach habe ich endlich die Spule mit den Lilalaunefasern aus den ersten 10 Rolags Navajo verzwirnt. So langsam wird es wirklich ein gleichmäßig verzwirntes Garn.

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Ich habe mir vorgenommen, bis Freitag erst einmal nur zu spinnen und zwirnen und am Samstag dann alle fertigen Garne zu messen um den Spinnmarathon abzuschließen.

Heute werde ich mich der ersten Farbe von meinen Löwen (Chantimanou FiberClub August) verspinnen. Ich habe inzwischen 4 und mag auf jeden Fall den Sari damit stricken. Damit ich nicht zu wernig Garn habe, sind am Samstag einfach noch 2 weitere mit nach Hause gekommen.

Der August FiberClub besteht aus 4 Strängen à 25g aus Merino-Soja. Eine so schöne weiche Mischung, wie auch der Berliner.

Die 4 Farbtöne will ich einzeln verspinnen, also je 3 Stränge einer Farbe mit sich selbst. Dann 1Strang im Farbverlauf mit der nächsten Farbe zusammen, so dass sich ein ganz feiner Farbverlauf ergibt.  Dazu das rot und dann natürlich noch das beige vom Berliner- Das sind insgesamt fast 600g Fasern. Das sollte wohl reichen. Auf jeden Fall wird alles in seiner Stärke dem der lilalaune Fasern sehr ähnlich.

 

Tag 3 und 4

Der dritte Tag der Tour de Fleece war ja der Montag. Ein Wochentag also, und ich musste ja auch arbeiten. Dementsprechend war auch nicht viel los mit Spinnen. Ein wenig habe ich morgens dann die Handspindel zum Morgenkaffee angedreht und ein bisschen Alpake versponnen.

Abends hatt ich viel vor: Die beiden Zwirnknäuel für die Wochenaufgabe wickeln und dann je 2 fach in Spinnrichtung verzwirnen. tdftag3Das abwickeln geht ja dank LazyKate und Wollwickler noch recht problemlos. Ich hatte aber vor, das Verzwirnen auch mit der Spindel zu machen. Und dann passierte es: Bereits nach wenigen Metern verhedderte sich das Garn ganz ätzend. 2 Stunden rumgepfriemel und nur mit der Engelsgeduld meines Partners konnte ich die Knoten dann lösen und nach und nach weiter zwirnen. Ganz perfekt ist der Drall daher nicht verteilt, aber immerhin ich musste nichts wegwerfen und gerissen ist der Faden auch nur 3mal.

Das Risiko wollte ich für das zwite Knäuel keinesfalls eingehen, und weil ich ja am Rad beide Hände frei hätte kam nun Herr Bliss doch zum Einsatz. Erstmal den Rolag zu Ende gesponnen und dann noch das 2. Knäuel verzwirnt. Insgesamt waren es von keine 50g. Hat mich aber dennoch Nerven gekostet. Nur bin ich zu geizig mit meinen Fasern um das verhedderte Knäuel weg zu werfen.

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Der 4. Tag war dann wieder ganz anders. Aufgewacht mit Migräne war dann ganz schnell klar, dass ich nicht würde arbeiten können. also habe ich mich krank gemeldet, den Porzelan-Gott angebetet und mich noch mal hingelegt. Es regnete gestern ohnehin in Strömen und die Ladies gesellten sich einfach zu mir ins Bett. Nach dem Schlaf ging es mir ab mittags etwas besser und die monotone Handlung beim Spinnen entspannt mein Gedankenkarussel. So konnte ich gestern das Hawser-Garn fertig spinnen, bin mit dem Alpaka halbfertig und habe die ersten 100g Rolags beendet. Also so zwischen 120-140g habe ich gestern bersponnen puh!

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Nun tun mir allerdings beide Daumengelenke etwas weh ( rechts mehr als links). Ich nehme an, vor allem weil meine Rolags doch sehr eng gewickelt waren und es stellenweise echt ziemlich knifflig war auszuziehen und gleichzeitig nicht zu viel Drall weiter wandern zu lassen.

Leider ist das auch zum Tippen etwas blöd und ich werde heute sicher nicht (viel) spinnen. Einen vollständigen Ruhetag will ich nicht unbedingt einlegen, aber ob ich den Faden verzwirne oder nur ein bisschen Alpaka verspinne werde ich heute Abend mal sehen.