Spinnerei

Ich hab schon lange nicht mehr übers Spinnen geschrieben, dabei habe ich ja inzwischen drei Räder und mehrere Spindeln, mit denen ich sehr zufrieden bin.

Beim Färben in den Mai ist diese Topffärbung entstanden. Die Fasern sind eine Mischung aus Schaf  (BFL) und Tussahseide und zunächst haderte ich damit, weil die doch arg dunkel wurde und ungleichmäßig gefärbt war, IMG_20170430_160229-1

Aber dann habe die die Fasern einfach auf die Spule laufen lassen, und ich mag das Ergebnis sehr.

Ich bin gespannt, wie es gestrickt aussieht, da die Lauflänge aber nur 117m auf 104g beträgt brauch ich vermutlich noch ein weißes Garn dabei ( oder ich mal eine Mütze draus, mal sehen. IMG_20171221_073413.jpg

Wie die Sonata einzog

Vor etwa einem Jahr bekam ich eine Nachricht, ob ich ein gebrauchtes Sonata kaufen wolle. Das war von meinem liebsten Fortünschen, die sich zu diesem Zeitpunkt ein neues Spinnrad bestellt hatte.
Natürlich hatten wir uns zuvor ein paar mal über Spinnräder und die Option unterhalten, wenn sie sich ein neues kaufe und welche Reiseräder für mich in Frage kämen.
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Da ich ja bereits im Besitz des Bliss bin, war für mich eigentlich klar, dass mein neues Rädchen ein Reiserad werden sollte.

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Zu der Zeit hatte eigentlich jede zweite Spinntreffteilnehmerin ein Sonata dabei. ‚Ein so bewährtes Rädchen kann ja nicht verkehrt sein‘, dachte ich mir und als sich die Gelegenheit bot, ein Sonata inkl Jumbo- und Schnellspinnflügel zu übernehmen, habe ich zugegriffen. Dazu bekomme ich noch 5 große und 6 kleine Spulen! Herrje, wenn das mal reichen wird. Und jetzt kann sich auch endlich die Lazy Kate bewähren, die ich bereits vor 2 Jahren zu Weihnachten bekam, und die bisher „nur“ Deko ist. So fügt sich dann eben doch alles zusammen.

Natürlich konnte auch ich mich dem Hype um die Walthers und v. Schwarzensteins, die Pollys und den ganzen anderen super ausgefallenen Rädchen da draußen nicht erwehren und habe irgendwo in den Tiefen meines Emailpostfachs die Bestätigung für eine Bestellung des Nicky. Aber davon mal ab, ist auch das ja eher kein Mitnehm-Spinnrad und nachmdeem klar war, dass ich das Sonata übernehme hatte ich auch die Überlegung verworfen eine Anna zu erwerben, welche ja die Reiseradversion gwesen wäre. Das Michi v. Schwarzenstein sollte im Januar noch relativ gesehen schneller verfügbar werden, aber mir ist das Rädchen einfach einen Tick zu modern. Auch wenn ich sagen muss, es ist schon eine sehr spannende Angelegenheit. Bisher habe ich vom Nicky nichts mehr gehört und jetzt wo die Sonata bezahlt ist, werde ich dafür mal zu sparen anfangen. Ich rechne so im Sommer /Herbst / Winter 2016 mal mit einer anfrage, ob ich das Rad dann noch will, aber bis dahin leistet Sonata jetzt dem Bliss Gesellschaft und wird uns erstmal mit nach Holland und mich in Zukunft sicher öfter zu den Spinntreffen begleiten.

Was dann kommt, kommt dann. Inzwischen träume ich ein bisschen von einem Olymic Spinnrad mit Whippets drauf, auch wenn mich das ein Auto kosten würde und sicher eher unrealistisch ist. Sollte das Nicky irgendwann tatsächlich mal einziehen, wird eventuell das eine oder andere Spinnrad mal weiterziehen müssen. Ich habe eben einfach keine Platz zum sammeln. Und da ich inzwischen weiß, das das Luet Victoria die „bessere“ Reiseradergänzung gewesen wäre, nunja, war ich durchaus in Versuchung, mir da eines von (zusätzlich) zuzulegen. Aber ich hatte das Sonata nunmal schon reserviert und es ist ja nicht gesagt, dass ich das Victoria nicht auch noch dazuholen werde 😉

Jedenfalls konnte ich gestern direkt mal beim Fortünschen das Sonata anspinnen und wir hatten einen sehr coolen Abend voller Glücksgefühle. Immerhin haben wir ja beide gleichlang auf unser jeweiliges Rad gewartet, weil sie die Sonata ja erst abgegeben hat, als das Michi eingetrudelt war.
Ich habe die orangen Fasern aus Chantis Spindel &Faserabo von 2014 herausgesucht. Orange ist ja nicht wirklich so ganz meine Farbe, aber die Fasermischung mag ich ganz gerne. Ich habe 4 x je 25 g und schau halt mal, ob ich das Garn nachher nicht überfärben kann. Vielleicht kommt da was hüsches bei raus. Sonata und ich verstehen uns jedenfalls schon ganz gut. image

Jedenfalls habe ich jetzt wieder so richtig Lust zu spinnen, werde mich aber wohl noch ein paar Tage zurück halten und erstmal die Dogs&Wolves fertig stricken.

2 mal fertig!

Da ich am Wochenende allein war, ist nun doch die Jungfrau zuerst fertig geworden. Alles Navajo-verzwirnt aber noch nicht gebadet, schauen die Stränge jetzt so aus. Keine Ahnung, aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, als würde das Garn für eine Jacke reichen 😉 Dazu dann noch, dass die Brienne of Tarth nur halb so dick gesponnen ist, wie die anderen. Näää, ich denke ich mach da was anderes draus 😉

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Da ja noch das Nähprojekt anstand habe ich dann gestern „nur schnell die Borte annähen wollen“ und dann doch alles fertig gemacht. ( also es fehlt noch, dass der Wimpel/Schal/Dekoirgendwas festgenäht wird, damit der nicht so rumschlackert, aber dass muss ich eh mit der Hand machen) Immerhin ist das Teil tragbar, das Gummiband hält das Barrett an Ort und Stelle und irgendwie „Schick“ sieht es auch aus. Kann man wohl so tragen, denke ich

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Spinnmarathon Finale

Am Freitag war der letzte Tag bei Chantis Spinnmarathon. Insgesamt haben wir wohl über 51 km  (!) (Ravelry-Link)  gespinnen. der helle Wahnsinn.

Na ich habe offiziell immerhin 1388 m geschafft. Nach Mitternacht und Samstagfrüh habe ich noch den 2. Strang Sonnengelb vom Löwen zu Ende gezwirnt und komme so noch auf 200m mehr. Aber das ist geschenkt. Mir machte vor allem die Merino-Soja-Mischung viel Freude beim Spinnen und mal eine Woche konzentriert an einem Hobby zu sitzen hatte auch was für sich.

Hier nun das Ergebnis in Bildern:

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Und weil mir aufgefallen war, dass ich den FiberClub Löwe sowieso noch gar nicht gezeigt habe, nun noch ein Bild nachdem das Sonnengelb schon in der Verarbeitung war

wpid-20141011_103953.jpg Es sind immerhin 4 Tüten insgesamt. Nun geht es mit dem dunkleren Gelb und dem Apricot weiter im Farbverlauf. Dabei mache ich immer einen dicken (ungefähr das doppelte) und einen dünnen Strang, damit ich den Farbverlauf für den Sari gegenläufig arbeiten kann.  ( Die Meterangaben täuschen natürlich, weil für den Spinnmarathon Navajo-Zwirn 4fach gezählt wird) Die Stränge sind jetzt gebadet und für die endgültige Lauflänge wird nach dem trocknen noch einmal nachgemessen)

Dazu kommen dann auch das rot und beige von meiner Berliner Nachfärbung und dann natürlich noch die Jungfrauen

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Das sollte dann insgesamt reichen um den Sari zu stricken.

 

Daneben liegen noch 20 lilalaunefaserRolags bereit und natürlich noch 2 Batts Aimee die auch noch gesponnen werden sollen. Damit bin ich bis Jahresende auf jeden Fall Spinnprojekte-technisch ausgebucht.

Spinnmarathon Tag4

Gestern war ich mal wieder Mirgänetechnisch abgeschossen. Nach ein paar Stunden ging es mir etwas besser und irgendwie beruhigt die Eintötigkeit der Handlungen beim Spinnen mein Gehirn. So konnte ich ein bisschen mehr gelb spinnen. die erst Spule ist nun voll.

Der Löwe besteht ja aus 4 Farbtönen. Da ich auch vier LöwenfiberClubs habe kannich das für den Sari entsprechend gut aufteilen.

So habe ich 2 Sonnengelb-Kammzüge à 25g gesponnen und dann den 3. Kammzug der länge nach geteilt. Dazu dann den geteilten Kammzug aus dem dunkleren gelb dazu genommen und diese komplett nebeneinander gesponnen, so dass immer ein bisschen von dem hellen und dem dunkleren gelb gleichzeitig eingezogen wurde.

Da ich für den Sari den Farbverlauf noch einen gegensätzlich in kleinerer Menge benötige habe ich dann den 4. Kammzug Sonnengelb auf der 2. Spule angefangen. Auch da wird danach noch der geteilte Kammzug mit auf die Spule wandern. Ich überlege allerdings derzeit noch, ob ich den noch einmal halbiere und nur ein viertel dann gemeinsam versponnen wird, weil ich eventuell das 2. viertel von dem dunkleren dann für den nächsten Farbverlauf brauche. Da habe ich momentan noch einen Gedankenknoten im Hirn. Das lässt sich aber austüfteln.

Für den Spinnmarathon werde ich heute ohnehin nur noch das zwirnen schaffen.

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Tag 3 und 4

Der dritte Tag der Tour de Fleece war ja der Montag. Ein Wochentag also, und ich musste ja auch arbeiten. Dementsprechend war auch nicht viel los mit Spinnen. Ein wenig habe ich morgens dann die Handspindel zum Morgenkaffee angedreht und ein bisschen Alpake versponnen.

Abends hatt ich viel vor: Die beiden Zwirnknäuel für die Wochenaufgabe wickeln und dann je 2 fach in Spinnrichtung verzwirnen. tdftag3Das abwickeln geht ja dank LazyKate und Wollwickler noch recht problemlos. Ich hatte aber vor, das Verzwirnen auch mit der Spindel zu machen. Und dann passierte es: Bereits nach wenigen Metern verhedderte sich das Garn ganz ätzend. 2 Stunden rumgepfriemel und nur mit der Engelsgeduld meines Partners konnte ich die Knoten dann lösen und nach und nach weiter zwirnen. Ganz perfekt ist der Drall daher nicht verteilt, aber immerhin ich musste nichts wegwerfen und gerissen ist der Faden auch nur 3mal.

Das Risiko wollte ich für das zwite Knäuel keinesfalls eingehen, und weil ich ja am Rad beide Hände frei hätte kam nun Herr Bliss doch zum Einsatz. Erstmal den Rolag zu Ende gesponnen und dann noch das 2. Knäuel verzwirnt. Insgesamt waren es von keine 50g. Hat mich aber dennoch Nerven gekostet. Nur bin ich zu geizig mit meinen Fasern um das verhedderte Knäuel weg zu werfen.

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Der 4. Tag war dann wieder ganz anders. Aufgewacht mit Migräne war dann ganz schnell klar, dass ich nicht würde arbeiten können. also habe ich mich krank gemeldet, den Porzelan-Gott angebetet und mich noch mal hingelegt. Es regnete gestern ohnehin in Strömen und die Ladies gesellten sich einfach zu mir ins Bett. Nach dem Schlaf ging es mir ab mittags etwas besser und die monotone Handlung beim Spinnen entspannt mein Gedankenkarussel. So konnte ich gestern das Hawser-Garn fertig spinnen, bin mit dem Alpaka halbfertig und habe die ersten 100g Rolags beendet. Also so zwischen 120-140g habe ich gestern bersponnen puh!

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Nun tun mir allerdings beide Daumengelenke etwas weh ( rechts mehr als links). Ich nehme an, vor allem weil meine Rolags doch sehr eng gewickelt waren und es stellenweise echt ziemlich knifflig war auszuziehen und gleichzeitig nicht zu viel Drall weiter wandern zu lassen.

Leider ist das auch zum Tippen etwas blöd und ich werde heute sicher nicht (viel) spinnen. Einen vollständigen Ruhetag will ich nicht unbedingt einlegen, aber ob ich den Faden verzwirne oder nur ein bisschen Alpaka verspinne werde ich heute Abend mal sehen.

Navajo-zwirnen mit Herrn Bliss

Ich mag es ja, wenn ich neue Dinge lernen kann. Insbesondere dann, wenn ich etwas unbedngt lernen will. So geht es mir mit dem Navajo- oder Kettenzwirnen. Ich mag einfach die Möglichkeit, einen Farbverlauf erhalten zu können und gleichzeitig ein 3-fach verzwirntes Garn zu produzieren. Meinen Fische-FiberClub aus der Chantimanou Handspinnerey wollte ich zum Beispiel unbedingt so verzwirnen. Weil ich aus diesem Garn und dem Linus als Garn mein erstes Westknits-Tuch stricken möchte.

Also habe ich meinen ersten Strang aus ungefärbter Wolle, welches ich mit der ersten Handspindel fabrizierte, herausgekramt und mich erst einmal darin geübt.

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Am Ende des Garns hatte ich schon so langsam ein Gefühl für die Handgriffe bekommen und mich als nächstes an die Reste des Spancemerino gewagt.

Der sollte zwar eigentlich wieder 2fach verzwirnt werden, aber wenn man einmal im Wahn ist… nunja. Das klappte dann auch schon erstaunlich gut, trotzdem es so dünn ist. Mein Hauptproblem ist und bleibt, dass ich eher zu wenig Drall im Faden habe, und mir dieser beim Zwirnen dann einfach wieder auf geht. So hatte ich dann auch eine Stelle im Fische Faden, da musste ich mehrfach ansetzen. Ich hoffe jetzt einfach darauf, dass ich im Gestrick dass nicht zu auffallend finde, oder dass ich den Teil dann gut einfach heraustrennen kann, wenn es doch zu schlimm ist.

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Und weil ich dann schon dabei war, habe ich noch die Spindel-LazyKate vor den Herrn Bliss gestellt und meine Handspindel (teilweise) vom Linus befreit. Es wird, es wird, kann ich da nur sagen 🙂

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Ich mag das Navajo-Zwirnen ganz besonders deshalb freut es mich auch sehr, dass ich mich da jetzt nach einigen Tagen des Kampfes durchgeboxt habe und (wie ich finde) schöne Ergebnisse erziele).