Gefärbt

Wir haben mal wieder ein paar Sockengarne gefärbt. Meine Mutti wollte mal sehen, wie das so prinziepiell funktioniert und hat ein paar sehr schön finde, auch wenn es nicht unbedingt meinem Farbspektrum unterliegt.

Wir haben ein bisschen 6fach Sockengarn, ein paar Stränge 4fach Sockengarn mit Baumwolle und ein paar ohne Baumwolle gefärbt. Auf Seide habe ich verzichtet, weil es tatsächlich Socken werden sollen.

 

 

Findet ihr es auch so spannend, wie sich die Farben dann im Knäel ändern? Ich habe mir jedenfalls die Mühe gemacht und alle Stränge nach dem Trocknen auch gleich gewickelt. So kann ich jetzt einfach hingehen und anfangen zu stricken, wenn mir danach ist.

Ein paar Kammzüge sind auch in den Topf gewandert, allerdings hauptsächlich um die Restfarben aus dem Topf aufzufangen

Allerlei Neuzugänge

Seit dem Vorletzten Spinntreff ist meine Spulen-Spindel mit den Polarlichtern verschollen, also konnte ich die nicht fertig spinnen. Da wir ja eh in den Vorbereitungen und Nachwehen zur Hochzeit steckten, konnte ich ohnehin nicht allzu viel handarbeiten.

Immerhin haben sich die Basteleien für die Hochzeit dann doch gelohnt und der Partyraum sah richtig toll aus.

Nun aber zu den Neuzugängen:

  1. Das Louet Victoria inkl. Reiserucksack als passende Ergänzung zum Bliss . Seit ich 1. weiß, dass die Spulen unter diesen beiden Rädern austauschbar sind und ich 2. das Victoria probespinnen konnte, wollte ich auch eines haben. Mein Mann schenkte es mir zur Hochzeit und selbstverständlich musste es dann auch mit in die Flitterwoche. Gesponnen  habe ich die „Liebswolle“, welche mir die liebe Frl. RiechFein zur Hochzeit gekurbelt hatte.

2. Im Urlaub haben wir dann einen Ausflug zum Nähprofi gemacht, und letztendlich habe ich mir dann im Halloween-Sale die Gritzner 788 Overlock bestellt. Und ja, da ich bisher noch gar nicht dazu gekommen bin, steht diese noch immer komplett eingepackt auf meinem Nähtisch herum. Das nächste große Projekt ist der Umbau der Küche inkl. einer ordentlichen Nähecke mit jeder Menge Stauraum.

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3. Im Urlaub musste es dann auch Wolle sein, und da dieser blöde Wollladen in Kiel kaum etwas anderes als Sockenwolle hatte, habe ich mich wohl oder übel für ein 6fach Sockengarn und ein neues Nadelspiel in 3,00mm entschieden und stricke jetzt Socken für die Victoria, damit ich Spinnsocken im Rücksack dabei habe, wenn ich dann unterwegs spinnen mag.

4. Zuletzt habe ich für den GilmoreGirls MKAL Drops Big Merino in Natur bestellt und dann in den letzten Urlaubstagen noch gefärbt.  Dazu habe ich zunächst ein paar Probefärbungen auf Seiden-Woll-Garnen von Supergarne.com gemacht, da ich ja diese Birkenfärbung verstehen und selbst produzieren wollte. Da ich dann jede Menge Farbe in den Töpfen über hatte, konnte ich dann noch 400g Bio-Merino Kammzug färben.

 

 

Wochenendfärberei Teil 2

Wie ich bereits erzählt, habe ich nach den beiden Garnen noch den Coburger Fuchs in die Farbtöpfe geworfen.

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Mit dem Ergebnis war ich leider dann so gar nicht zufrieden und trotz nachfixieren ist noch einiges an Farbe heraus getropft, nachdem ich den Kammzug aufgehängt hatte.

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Leider sind hier die Farben verfälscht und man kann gar nicht richtig sehen, wie grell das Orange war und das quasi alle Farben total verwaschen wirkten. Das grau du braun waren so richtige Schlammfarben. Alles in allem war mir recht schnell klar, dass das so nicht bleiben kann. Aber erst mal musste ich warten, bis der Kammzug einigermaßen getrocknet war. Nach dem trocknen habe ich den  wieder verzopft und liegen lassen.

(leider kommen auch hier die Farben nicht richtig raus. Was mir wirklich gefiel war das blau und der lila Teil. )img_20160324_113834.jpg

Der Gesamteindruck erhärtete sich So jedenfalls wollte ich die 200g nicht in den Schrank stopfen. Also habe ich das ganze gestern auseinander genommen und jede Farbe geviertelt. So ergaben sich 4 Häufchen zu je ca 50 Fasern. Ich wollte ja ein möglichst einheitliches Ergebnis.

Diese habe ich dann weiter in kurze Faserabschnitte geteilt und das ganze dann jeweils vier mal kardiert.

mit jedem Durchgang wurde das Ergebnis ein wenig ruhiger und harmonischer.

Am Ende hatte ich dann diese 4 Batts.

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Jetzt brauche ich nur etwas Zeit und Geduld um daraus ein schönes Garn zu Spinnen.  Ich denke an ein etwas dickeres, 2 fach gezwirntes Garn im langen Auszug gesponnen, um möglichst kein zu hartes Garn zu bekommen. Na mal sehen.

Die Idee zu diesem Tweedversuch habe ich natürlich von Chanti.

Wochenendfärberei

Am Freitag stolperte ich zum wiederholten Male über die Chamäleonfärbung und da fiel mir ein, dass ich noch 2 ungefärbte Kammzüge zu Huase habe. Dieses Mal wollte ich aber ein bisschen aus meiner persönlichen Konfortzone herauskommen und entschied mich für rot, blau, violett und grün. Die Garne legte ich am Freitag schon mal in Wasser mit Zitronensäure ein und am Samstagmorgen rührte ich die Farben an. Als Schale diente mir zwei alte Verpackungen für Frischnudeln. Da passte je ein Strang genau rein.

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Mein persönliches Fazit: Ja mache ich auf jeden Fall nochmal. Aber dann muss der trockene Stang schon fester gewickelt werden, viel weniger Farbe in die Schale geben und vor allem nicht mehr so viele Farben. Ich würde zu maximal 3 Farben tendieren, wenn ich denn noch etwas von dem weißen Grundton haben will. ich kann mit ein DK-Garn mit einer Chamäleonfärbung aus drei blautönen gut für eine Jacke/ einen Pullover vorstellen. Jetzt bin ich jedenfalls sehr auf das Gestrickte Teil gespannt und muss mir mal was ausdenken, wo ich mit 200g auskomme. Momentan denke ich ein Top wäre vielleicht etwas spannendes. Oder ich finde noch ein einfarbiges Garn in gleicher Stärke, dass für die Ärmel gut hinkommt. Mal sehen.

Selbst nach den beiden Strängen war noch genug Restfarbe über um 300 g Corridale zu färben. Allerdings ist mir beim trocknen aufgefallen, dass das Fixieren wohl nicht so gut geklappt hat. Vermutlich werde ich diese 300g zu Tweedbatts verarbeiten, da das rot da doch wieder sehr orange wurde und auch die anderen Farben nicht so wirklich superschön auf dem Kammzug rauskommen. Da auch die Farbübergänge sehr verwaschen sind und ich grad eine Kadiermaschie ausgeliehen habe, werde ich da mal kurbeln

Urlaubsfärberei

Seit einiger Zeit spuken mir Ideen von Verlaufsfärbungen im Kopf hreum. Dieses Mal wollte ich aber Garne färben, zum einen, weil ich nicht schnell genug spinne und zum anderen um einfach mal was neues zu probieren. Ich hatte mir über supergarne.com ein paar Garne kommen lassen, die hier schon ein paar Wochen rum lagen. Dann kam alles anders als gedacht und mein Urlaub war so gut wie rum, bevor ich zum Färben kam. Also nutzte ich den vergangenen Freitag, meinen letzte Urlaubstag und probierte ein paar Dinge aus.
Als Ausgangsmaterial waren mir 2 Stränge Merino superwasch (400m auf 100g) und 2 Stränge Merino SW mit Lurex in die Hände gefallen. Die verbliebenen 2 Stränge mit Seide habe ich erstmal verwahrt.

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Dann begann ich zu wickeln. Den einen Strang mit Lurex habe ich in 4 kleine Knäuele gewickelt. Dabei haben die „Verbindungsfäden“ zwischen den Miniknäuel ganz schön gelitten, und ich würde das mit den Seidesträngen vermutlich von Hand wickeln wollen, oder etwas mit einem Knäuelhalter versuchen oder so, aber für den ersten Versuch war es so ok.

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Jedenfalls habe ich dann jedes Miniknäuel in 4 nebeneinander stehende Becher mit heißem Wasser getunkt und dann mit je einem von 4 blau /-grüntönen getränkt. Dabei waren bis auf einen Mischton alle übrigen 1 %ige Lösungen von Luvotex oder Lanasetfarben. ( Marine, blau, mischtürkis, blautürkis). Das ganzee habe ich dann 4 Stunden stehen lassen und dann eine halbe Stunde im Backofen bei 90 Grad fixiert . ( ich benütze dazu immer Bratenschläuche).

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Als nächstes habe ich einen Strang Merino SW in heißem Wasser (mit Zitronensäure) vorgebadet und dann in 3 Schüsseln verteilt. Dann habe ich je 1%ige Lösungen rubin und schwarz ( Luvotex) in die beiden äußeren Becher und eine Mischung aus ca 60 % schwarz und 40% rubin in den mittleren Becher gekippt und darin den Strang eingelegt; auch den habe ich ca. 4 Stunden darin gelassen, dabei dann die mittleren (weißen Teile) vorsichtig ab und an in die eine oder andere Schale gezogen, damit diese nicht ganz weiß bleiben.
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Dann habe ich einen Strang doppelt gewickelt um einen Verlauf von dunkel-hell-dunkel zu erwirken und den in den Topf geworfen um die Farbe eine Stunde einköcheln zu lassen. Das ganze in einer Farbmischung von Lanasetfarben aus 60% rot 2b und 40% blau 2R.
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Zuletzt habe ich noch einen Strang Merino SW mit Lurex einfach gewickelt und diesen ebenfalls in eine lila/ violettmischung getan. Dieses Mal in einen Eimer (heißer) Farblösung, die ich über Nacht hatte einwirken lassen. Hierzu habe ich 50 % blau 2ra und 40% rot 2ga und 10 % rot 2b gemischt und das ganze dann über Nacht stehen gelassen.
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Danach habe ich alles in einer Strumpfhose eingewickelt um möglichst wenig Bewegung der Garne und Fasern zu zulassen und jeden Teil zusätzlich verknotet und alles zusammen mit einer Wolldecke bei 1000 Umdrehungen in der Waschmaschine geschleudert und dann die Knäuel mit der Kreuzhaspel wieder in einen Strang gewickelt. Am nächsten Tag habe ich die Stränge nochmal für eine Stunde im Backofen fixiert und dann trocknen lassen.

Da sowohl im Eimer, als auch in den Bechern noch so viel Restfarbe war, die meiner Meinung nach nicht mehr von den Garnen aufgenommen wurden, beschloss ich noch ein paar Fasern zu färben. Als erstes mischte ich die blau und grün zusammen, gab noch etwas Säure hinzu und färbte damit einen Kammzug mit 100 g Polwarth Fasern (es wurde helltürkis). Anschließend mischte ich das rubin-schwarz mit dem schwarz und färbte nochmals 100g Polwarth (was ein schönes grau ergab). Am nächsten Tag, nach dem Erlösen des letzten Knäuel hatte ich noch lila über. Da mir das aber dann für 200 BFL mit Seacell zu wenig Farbe war (ich mischte die Lösung nochmal mit heißem Wasser und Zitronensäure und legte die Fasern schon mal ein), habe ich den Topf nochmal angeworfen und ein wenig lila angemischt und dann die Fasern nochmal überfärbt. Allerdings habe ich wiederum kleine weiße Stellen, da wo der Strang locker vezopft war, vermutlich ist mein Färbetopf doch etwas klein um 200g Fasern auf einmal zu färben.
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Heute Abend ist alles trocken. Leider sind die Farben arg verfälscht, aber man kann zumindest das Ergebnis erahnen. Die Verläufe sind nicht wirklich so geworden, wie gewollt. Dabei sind es eher ein hell und ein dunkel mit einem melierten Effekt geworden. Aber man kann zumindest die Richtung erkennen.
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Färbeorgie

Während ich die Folienfärbung im Prinzip verstanden habe und schon die ein oder andere „gelungene “ Färbung hingekommen, stehe ich mit Topfärbungen noch immer ein wenig auf Kriegsfuß. Ich vermute mal, dass das mit meiner Ungeduld zu tun hat und ich eventuell auch eher wieder Folienfärbung machen werde. Aber Spaß hatte ich gestern Abend dennoch.

Gefärbt wurden 400 g süddeutsche Merino und ich habe sowohl Lanaset als auch
Luvotex genutzt und zum fixieren nutze ich Zitronensäure.

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der Versuch von „hot chili“

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Irgendwie bunt“

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die Jungfrau

als Chantimanou letztes Jahr noch färbte war das Motto dann ja „Sternzeichen“. Da ich nie weiß, was ich so aus 100g machen soll, hatte ich mir gleich das „große“ Paket bestellt und so jeden Monat 200g Überraschungsfasern und Färbung erhalten. So auch im September 2014, als die Jungfrau anstand.

Da Chanti auch jeden Monat einen schönen Brief zu den Färbungen dabei gelegt hatte, war es auch immer schön ihr Gedanken zu der jeweiligen Färbung nachvollziehen zu können. Ihre Idee für die Jungfrau fand ich besonders schön. Sie schrieb sinngemäß, dass sich zum Thema Jungrauf fordergründig immer dieses junge, naive, pastellige aufdränge, weshalb es eben diese Seite gäbe auf BFL gefärbt in einem bonbonigen quasi Regenbogen Farbverlauf. Und dann gibt es da aber auch die etwas tiefgründigere, rauhe Seite, die dahinter verborgen ist, und die sie auch zur Geltung gebracht haben wollte. Also die Färbung auf etwas rauheren Fasern ( ich glaube) Neuseelandlamm und die glechen Farbe in dunkler und ungeordnet durcheinander aufgebracht. So sind die „helle und die dunkle Seite der Jungfrau“ entstanden, die seither unter den Fiberclub-Mitgliedern kursierten. Für Alle Star Wars Fans natürlich ein „gefundenes Fressen“ und stets mit einem Augenzwinkern versehen hatte ich dann doch das Gefühl, wir alle wussten damit dann aber nicht so recht umzugehen.

Da ich ziemlich zeitgleich meine ersten russichen Spindeln von der Drechselwerktstatt bekam und ich das Gefühl hatte mit der dunklen Seite der Jungfrau erstmal nicht viel „falsch“ machen zu können wurden diese meine Übungsfaser. Zwischenzeitlich hatte ich noch eine Jungfrau „geerbt“ und eine etwas aus der Art geschlagenen Faser fand auch ihren Weg zu mir.

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Also hatte ich als Mitnahmeprojekt die dunkle Seite gefühlte Ewigkeiten zu jedem Spinntreff dabei und dann irgendwann den ersten Strang versponnen, die Spindel zwischendurch immer leer gemacht und den Faden auf der Nostepinne „geparkt“. Als 50g fertig waren, habe ich diese Navajoverzwirnt

( natürlich mit Herrn Bliss, das geht einfach viel einfacher für mich als mit der Spindel) wpid-20150117_113124.jpg

und den zweiten Teil wiederum mit der Russin versponnen.

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Nach dem Sommerfest packte mich der Ehrgeiz und die letzten paar Gramm habe ich dann Sonntagmorgen am 14.06. versponnen und dann direkt weiter verzwirnt.

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Denn inzwischen hatte ich auch eine Idee, wie ich mit der hellen Seite verfahren wollte. Also nahm ich die Stränge der Farbe nach auseinander und hatte vor, jede Farbe für sich zu verspinnen um so einen langen Farbverlauf zu kreiieren. Die Idee war  dabei jede Farbe mit ein paar Reihen der Dunklen Seite zu unterbrechen.

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und dann war da noch die etwas andere Jungfrau, welche ich Kurzerhand „Brienne of Tarth“ taufte und einfach längs mehrfacht teilte und zuerst verspann. Da ich alles zusammen verstricken wollte wird dann alles Navajo verzwirnt.

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Und dabei stellte ich dann fest, dass „Brienne of Tarth“ nur  etwa halb so dick ist, wie die dunkle Seite der Jungfrau. Nun muss ich erstmal sehen, wie die Lauflänge insgesamt ist und dann weiter planen. Denn das Wochenende war sehr erfolgreich und arbeitsam. Da ich allein zu Hause war und Brienne mich so inspiriert hatte, habe ich hintereinander weg die Spulen gefüllt:

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Damit ich das Gelb verspinnen konnte musste ich erst eine Spule leeren, und so ist das erste Rosa schon verzwirnt. Das sind aber nur knappe 25 m lauflänge (vor dem Waschen)  geworden. Die anderen Farben sind von Spule zu Spule deutlich voller. Da die Farben nicht genau gleich auf den Kammzügen verteilt waren. Das gelb ist noch in Arbeit, danach werde ich dann alle Spulen nacheinander verzwirnen und dann weiter sehen. Jedenfalls ist es momentan viel Spinnerei und das noch vor der TourdeFleece, an der ich auch wieder im Team Chantimanou teilnehmen wollte.