Recoleta 1

Als ich Anfang Februar von der Grippe überrannt wurde bescherte es mir 2 Wochen im Bett. Ich war zu krank zum Arbeiten, schlapp aber ich konnte nicht schlafen, also wollte ich stricken. Mit Hilfe einer lieben Freundin hatte ich wenige Tage zuvor endlich die ganzen Umrechnungen für mein neues Projekt abgeschlossen und da ich ohnehin auf das Garn für den WestEnd warten musste begann ich die Recoleta aus wunderbar weichem und von Sidi gefärbten Merino Twist dk, welches ich mir bereits vergangenen Sommer gegönnt hatte.

Nachdem ich mit meiner Maschenprobe einfach nicht die in der Anleitung geforderte Maschenzahl erreichen konnte ohne dabei ein für mich viel zu lockeres Strickbild zu bekommen, beschloss ich eben die Maschenzahlen umzurechnen.

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Da die Jacke nicht glatt rechts gestrickt wird, sondern vorne einen Kragen in einem Lacemuster mit bestimmer Maschenzahl hat und gleichzeitig ein Raglan von oben gestrickt wird, bei dem sich das Lacemuster in den Zunahmen erweitert erfordert es einige Rechnerei.

 

Und nun also auch der Grund, warum ich nicht gern mehr als ein Strickprojekt zur Zeit habe.  Ich notierte mir also die Reihenzahlen, die ich stricken müsste um die Jacke bis zum abtrennen der Ärmel brauchen würde. Daneben notierte ich die Reihenzahlen für die Muster im Rücken und dem Kragen. Nur leider versäumte ich es mir dann auch dazu zu notieren, welche Zahl wofür stand.

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Als ich nun nach 4 Wochen wieder auf den Recoleta zurück kam habe ich diese dann prompt verwechselt. Jawohl, und das obwohl die Reihen für den Rücken fortlaufend von 1-68 nummeriert sind, da auch die Zunahmemaschen mit in der Strickschrift aufgeführt sind. Nur die Zunahmen passen bei mir aufgrund meiner Abweichenden Maschenzahlen nicht und ich hatte vergessen, dass der Mustersatz, bestehend aus 22 Maschen sich natürlich links und rechts von der Mitte entsprechend fortsetzen wird. Dabei muss ich dann rechts der Mitte die Maschen anders aufbauen als links, ist ja klar.. Eigentlich.

Wie auch immer, ich habe mich so vertan, dass ich beim Weiterstricken 4 Reihen übersprungen habe. Und wie das so als Strickerin üblich, ahnte ich zwar bereits zu beginn, dass irgendetwas nicht passen konnte kam aber erst nach 14 Reihen drauf. 14 Reihen mit Mustern, Zunahmen und immer wieder Unterbrechungen.

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So weit war ich Freitag Abend. Es brauchte den Samstag und den Sonntag um meinen Fehler zu erkennen.

 

So durte ich gestern alle Reihen, die ich nach der Wiederaufnahme strickte mühsam zurück stricken. Da das Muster einige Umschläge und Zusammenstricken von Maschen erfordert und ich leider keine Sicherheit vorgenommen hatte ( Ihr wisst schon, die berühmt-berüchtigte Lifeline… ) war mir das ribbeln allemal zu gefährlich.  Jetzt stehe ich vor der Entscheidung wenigstens jetzt die Jacke direkt weiter zu stricken und dabei bei den Socken ein ähnliches Maleur zu riskieren oder aber die Recoleta nochmal zurück zu stellen und die Socken vorher zu beenden. Beides irgendwie nicht befriedigend. Ich bin jedenfalls so oder so fest wenigstens hier mal zur Sicherheit eine Lifeline einzuziehen.

Heute Abend werde ich also wohl erst einmal weiter Socken stricken, da habe ich am Ende des Abends wenigstens ein bisschen das Gefühl voran zu kommen.

Bonnies Wish

bereits im Sommer hatte ich entschieden meinen ersten MKAL mit zumachen und sehnlichst auf die Veröffentlichung der Anleitung erwartet. Es waren nur 2 dinge klar: 1: ein Tuch und 2. viele Zöpfe. Genau was ich schon lange mal stricken wollte und weil ich ja ohnehin genug Garne habe war die Entscheidung schnell getroffen: Araucania Yarn Botany Lace in einem senf-olive Ton. Je nach Licht ändert sich die Farbe eher ins gelbe oder grüne. Ganz hübsch eigentlich. Nur passt es kaum in mein übliches Farbshema. Aber zu einem grauen oder schwarzen Teil bestimmt toll.

Vom Muster selbst bin ich bisher begeistert und es macht echt Spaß zu sehen, wie sich die Verzopfungen entwickeln.

Dabei wurde zunächst eine lange Kante gestrickt, inkl stillgelegten Maschen, an denen jetzt der 2. Teil angestrickt wird. Eine schöne Art, mal ein Tuch zu beginnen.

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Und nun bin ich bei den ersten Reihen im 2. Teil, der ungefähr in der Mitte von der Kante begonnen wird

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noch’n Kaufrausch, nur’n kleener

Hachja. Wann immer ich mir vornehme, mich zurück zu nehmen wirds am Ende nur noch mehr. Ich wollte mich ja wirklich zurück halten. ABER

Dann kam gestern eine kleine Blumenspindel auf die Idee ein neues zu Hause zu suchen ( über die Ravelry-Gruppe EndeNeu) und ich habe zugeschlagen. Es handelt sich um diese kleine Schönheit aus

Khaya-Mahagoni und der Schaft aus Zwetschge. Gewicht: 30 g; Länge 22 cm.

Blumen Lacespindel

blumenlace (Bild von Ela2004)

Und eigentlich wollte ich ja diese Supported Spindeln mal ausprobieren. Ein bisschen neugierig bin ich ja schon. Diese Schönheit aus Rosenholz war so einsam im Spindelstübchen, dass ich ihr ein neues Heim bieten musste.

Beschreibung aus dem Spindelstübchen:

Russian Spindel aus Rosenholz – mit Stahlspitze

Gesamtlänge: 30cm

Gewicht: 38g

rosenholz2(Bild von Herrn Matthes jun.)

Aber eigentlich hätte ich auch gerne ein Laufschälchen dazu gehabt. Erst wollte ich Herrn Matthes darum bitten, mir ein passendes zu fertigen. Im letzten Moment schaute ich dann aber noch mal bei der Drechselwerkstatt vorbei und entdeckte dieses Set. Und nun ist mein Glück kommplett.

russian(Bild von Herrn Matthes sen.)

Beschreibung aus der Drechselwerkstatt:

Russian aus Beli gestockt mit Schälchen

Russian aus Beli gestockt / Länge: 30cm / Gewicht: 45g / mit Messingspitze

Schälchen aus Beli gestockt mit Laufstein

– schwere Supported Spindel mit hervorragender Laufeigenschaft