Combospin – blaue Phase

 

Meine blaue Phase wird sicher nie enden, aber als Name für meinen ComboSpin fand ich es besonders passend.

Ich habe fertig, also alle Beutel sind versponnen, alle Spule verzwirnt, alle Garne gebadet und gemessen, gezählt gewogen. Daher folgt an dieser Stelle eine kleine Bilderflut.

 

Es sind also insgesamt 8 Knäuel geworden, die ich der Einfachheit halber eben gleich auch gewickelt habe. Das heißt, erst habe ich das Garn gewogen, dann auf die Haspelt gespannt und je Strang 2 bis 3 x den WPI gemessen während ich die Garne dann gewickelt habe. Ich habe dann jeweils das Gewicht, die Lauflänge und die WPi in meinem Notizheft aufgeschrieben und auf der jeweiligen Banderole nochmals notiert.

Insgesamt komme ich auf über 930 g und 1300m Garn, bei einer WPI  von 14-19 , nicht perfekt gleichmäßig, aber immerhin durchschnittlich auf 100g gerechnet zwischen 133 und 145 m dann doch ganz okay, für den ersten Versuch. Wahnsinn, wenn das nicht für eine Jacke reicht, weiß ich auch nicht.

Jedenfalls macht mir dieses Projekt Lust auf mehr große Mengen spinnen und darauf mehr Garn in einer gleichmäßigen Stärke zu spinnen. Außerdem hat mir dieses Spinnprojekt Lust auf mehr 2 fädige Garne im kurze Auszug gemacht. Ich habe noch 600g Indigogefärbtes Garn und 2x 300g „Drachenblut“ gefärbtes Garn. Vielleicht ist es an der Zeit, mich diesen Fasern zu widmen. Immerhin sind das beides Pullovermengen. Das wäre doch mal was.

Und weil ich es so sehr mag, hier noch einmal die ursprünglichen Kammzüge: und die fertigen Garne IMG_20170616_134929IMG_20170829_195958_712

1. Woche Tour de Fleece 2017

Letzte Woche, pünktlich zum Sommerfest der Chantimanou Handspinnerey am 1.7. hat die TdF ihren Anfang genommen. Da ich leider nur 2 Stunden da bleiben konnte habe ich wenigstens gemeinsam mit den anderen Besuchern angesponnen. Da ich dieses Jahr so gar keine Zeit habe, habe ich mir lediglich das CombospinProjekt (Erklärung hier, 1. Post)vorgenommen, dass mir seit Jahresanfang im Kopf rumspukt. Dazu habe ich meine ganzen Blauen Kammzüge zusammen gesucht und diese schon mal vorbereitet. Also jeden Kammzug erst der Länge nach geviertelt und jedes Viertel dann mehrfach geteilt. Das alles habe ich dann in kleine Knäuelchen gewickelt und mehr oder weniger Willkürlich in mehrere Tüten aufgeteilt. Meine Küchenwaage meint, ich hätte so 8 x100g Tüten und 1x 76g in der letzten Tüte vereint. Diese spinne ich nun hinter einander weg und hoffe auf ein einigermaßen gleichmäßiges Garn. Die Herrausforderungen für mich heißen also: Kurzer Auszug und etwas dicker Spinnen. Und das mit ganz unterschiedlichen Faserkombinationen.

Da wäre zum einen 2 Kammzüge von FrlRiechFein „Blaue Stunde“ BFL+ Tencel und „When I’m down and feeling blue“ aus Merino + Leinen+Tussahseide

Regenbogenwolle

„Floating Ocean“ Argentisches Merino

„Himmelsschmied“ 60%Wolle,20% Ramie 20%Viskose

„Cold Winter’s night“ 60%Rambouillet 20%Tussahseide, 20% Tencel

Sidi Spinnt 

„Winterlandschaft“ 50 % Polwarth und 50% Bambus

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Und dann noch meine beiden Januar Kammzüge von Chanti’s Fiberclub (gut abgelagerte 3 Jahre alt)

auch diese sind 50 % Bambus aber dann 50% BFL

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und zuletzt noch meine beiden eigenen Färbungen aus 70% Merino und 30 % Soja, das sind jeweils ungefähr 33 g gewesen

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Hier noch einmal alle Kammzüge zusammen ( die Locken haben es dann nicht in den Combispin geschafft und warten hier noch auf Verwendung)

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Und so sah der Tisch aus, nachdem alle Kammzüge zerpflückt waren

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Danach habe ich wie gesagt alles in Tüten abgewogen und bis zum 1.7. weg gepackt

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und so sieht es nun also nach den ersten 6 Etappen aus, wobei ich bei der 5. Etappe nicht mitgeradelt bin und heute auch noch nichts passiert ist.  Etappen 1-6 #Combospin #blauephase

Recoleta 1

Als ich Anfang Februar von der Grippe überrannt wurde bescherte es mir 2 Wochen im Bett. Ich war zu krank zum Arbeiten, schlapp aber ich konnte nicht schlafen, also wollte ich stricken. Mit Hilfe einer lieben Freundin hatte ich wenige Tage zuvor endlich die ganzen Umrechnungen für mein neues Projekt abgeschlossen und da ich ohnehin auf das Garn für den WestEnd warten musste begann ich die Recoleta aus wunderbar weichem und von Sidi gefärbten Merino Twist dk, welches ich mir bereits vergangenen Sommer gegönnt hatte.

Nachdem ich mit meiner Maschenprobe einfach nicht die in der Anleitung geforderte Maschenzahl erreichen konnte ohne dabei ein für mich viel zu lockeres Strickbild zu bekommen, beschloss ich eben die Maschenzahlen umzurechnen.

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Da die Jacke nicht glatt rechts gestrickt wird, sondern vorne einen Kragen in einem Lacemuster mit bestimmer Maschenzahl hat und gleichzeitig ein Raglan von oben gestrickt wird, bei dem sich das Lacemuster in den Zunahmen erweitert erfordert es einige Rechnerei.

 

Und nun also auch der Grund, warum ich nicht gern mehr als ein Strickprojekt zur Zeit habe.  Ich notierte mir also die Reihenzahlen, die ich stricken müsste um die Jacke bis zum abtrennen der Ärmel brauchen würde. Daneben notierte ich die Reihenzahlen für die Muster im Rücken und dem Kragen. Nur leider versäumte ich es mir dann auch dazu zu notieren, welche Zahl wofür stand.

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Als ich nun nach 4 Wochen wieder auf den Recoleta zurück kam habe ich diese dann prompt verwechselt. Jawohl, und das obwohl die Reihen für den Rücken fortlaufend von 1-68 nummeriert sind, da auch die Zunahmemaschen mit in der Strickschrift aufgeführt sind. Nur die Zunahmen passen bei mir aufgrund meiner Abweichenden Maschenzahlen nicht und ich hatte vergessen, dass der Mustersatz, bestehend aus 22 Maschen sich natürlich links und rechts von der Mitte entsprechend fortsetzen wird. Dabei muss ich dann rechts der Mitte die Maschen anders aufbauen als links, ist ja klar.. Eigentlich.

Wie auch immer, ich habe mich so vertan, dass ich beim Weiterstricken 4 Reihen übersprungen habe. Und wie das so als Strickerin üblich, ahnte ich zwar bereits zu beginn, dass irgendetwas nicht passen konnte kam aber erst nach 14 Reihen drauf. 14 Reihen mit Mustern, Zunahmen und immer wieder Unterbrechungen.

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So weit war ich Freitag Abend. Es brauchte den Samstag und den Sonntag um meinen Fehler zu erkennen.

 

So durte ich gestern alle Reihen, die ich nach der Wiederaufnahme strickte mühsam zurück stricken. Da das Muster einige Umschläge und Zusammenstricken von Maschen erfordert und ich leider keine Sicherheit vorgenommen hatte ( Ihr wisst schon, die berühmt-berüchtigte Lifeline… ) war mir das ribbeln allemal zu gefährlich.  Jetzt stehe ich vor der Entscheidung wenigstens jetzt die Jacke direkt weiter zu stricken und dabei bei den Socken ein ähnliches Maleur zu riskieren oder aber die Recoleta nochmal zurück zu stellen und die Socken vorher zu beenden. Beides irgendwie nicht befriedigend. Ich bin jedenfalls so oder so fest wenigstens hier mal zur Sicherheit eine Lifeline einzuziehen.

Heute Abend werde ich also wohl erst einmal weiter Socken stricken, da habe ich am Ende des Abends wenigstens ein bisschen das Gefühl voran zu kommen.